Gefrustet: Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler nach der Niederlage gegen den BVB. FOTO: AFP
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Gefrustet: Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler nach der Niederlage gegen den BVB. FOTO: AFP

Fortuna im Pech

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(sid). Wenn es nichts werden sollte mit dem Klassenerhalt für Fortuna Düsseldorf, dann dürfte Uwe Rösler des Öfteren an den 13. Juni zurückdenken. Den Tabellenzweiten Borussia Dortmund beherrscht, zweimal am Pfosten gescheitert, in der fünften Minute der Nachspielzeit das 0:1 durch Erling Haaland kassiert - ein exemplarischer Spielverlauf für die Rheinländer in dieser von Pech und Unvermögen geprägten Saison.

"Ich bin selten sprachlos. Heute bin ich es", sagte Rösler nach dem 0:1 (0:0) gegen den hohen Favoriten. Anstatt an den letzten drei Spieltagen noch Platz 15 und die direkte Rettung ins Visier zu nehmen, droht mehr denn je der Verlust des Relegationsplatzes und damit der Sturz in Liga zwei. Um ein Törchen ist die Fortuna nur noch besser als Werder Bremen, das sich mit 5:1 (3:0) beim Tabellenletzten SC Paderborn den Frust der letzten Monate von der Seele schoss - und den Abstieg der Ostwestfalen angesichts von acht Punkten Rückstand auf Rang 16 quasi besiegelte.

Mit zehn Punkten seit dem Corona-Restart ist der SV Werder das formstärkste Team im Tabellenkeller. Düsseldorf, das allein nach Führungen in dieser Saison 24 Punkte verspielte, sammelte im Vergleichszeitraum trotz ansprechender Leistungen lediglich sechs Zähler.

In den verbalen Angriffsmodus wollte Werder-Trainer Florian Kohfeldt dennoch nicht schalten. "Es gibt keinen Grund, in irgendeine Form der Euphorie zu verfallen. Wir haben noch nichts gewonnen und sind immer noch auf einem Abstiegsplatz", sagte der 37-Jährige.

Selbstvertrauen für den Schlussspurt sollten sich die Kicker des ehemaligen Europokalsiegers der Pokalsieger allerdings geholt haben. "Wir brauchen auf jeden Fall noch Siege", hielt Kohfeldt richtigerweise fest. Zumindest am morgigen Dienstag (20.30 Uhr/Sky) gegen Fast-Meister Bayern München dürfte dieses Unterfangen extrem schwierig werden, danach allerdings warten im FSV Mainz 05 auswärts sowie dem 1. FC Köln im Weserstadion Gegner aus der unteren Tabellenhälfte, die in den letzten Wochen überwiegend holprig auftraten. Es bleibt spannend.

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