Vor dem West-Schlager

Forsche Töne aus Gladbach

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(sid). Der Zehn-Meter-Turm im Freibad nebenan ist am Samstag gesperrt - dennoch springt Borussia Dortmund mit Vergnügen ins kalte Wasser. "Endlich geht es los. Die ganze Vorbereitung fühlte sich eher an wie Trockenschwimmen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor dem Herausforderer-Duell gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr/Sky). Flutlicht und die "Rekordkulisse" von 10 000 Fans geben dem West-Schlager einen halbwegs angemessenen Rahmen.

Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das erste Topspiel der Saison. Zumal ein Härtetest ansteht: "Gladbach hat sich nicht zufällig für die Champions League qualifiziert", sagte Zorc. Ein Sieg wäre zweifellos ein erstes Zeichen, auch in Richtung Bayern München. Auf das Wort "Meisterschaft" reagierte Zorc allerdings genervt. "Wir alle haben doch schon ausführlich dazu gesprochen", sagte er nur. Heißt: Ein (kommuniziertes) Saisonziel wird es, anders als vor einem Jahr, nicht geben.

Etwas forschere Töne kamen immerhin aus Gladbach. "Wenn alle gesund sind, sehe ich uns in der Lage, gegen jeden Gegner in der Liga zu punkten. Dann sind wir richtig, richtig gut", sagte Trainer Marco Rose. Das einzige Problem: Im Moment sind eben nicht alle gesund. Denis Zakaria und Neuzugang Valentino Lazaro fallen aus, auch die Torjäger Alassane Plea und Marcus Thuram sind noch nicht bei 100 Prozent. Die Aufgabe in Dortmund werde daher zur "großen Herausforderung", sagte Rose. Das liegt natürlich an der jungen, pfeilschnellen BVB-Elf - mit dem erst 17 Jahre alten Jude Bellingham etwa. Wohl noch nicht von Beginn an spielen wird Marco Reus, der gegen seinen Ex-Klub besonders gerne trifft.

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