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Formel-1-Hoffnung für Mick: „Die Familie Schumacher gehört zu Mercedes“

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Von: Christoph Klaucke

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Mick Schumacher bangt um seine Zukunft in der Formel 1. Der Haas-Pilot könnte bei Mercedes unterkommen – allerdings nicht als Stammfahrer.

Sao Paulo – Deutsche Fans müssen im kommenden Jahr in der Formel 1 wohl auf ihre beiden Motorsport-Helden verzichten. Neben dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel, der bereits seinen Rücktritt erklärt hat, droht Mick Schumacher, Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher, nach zwei Jahren in der Königsklasse das Aus.

Mit Nico Hülkenberg soll ausgerechnet ein Deutscher das Cockpit im Haas übernehmen. Doch es gibt Hoffnung für Schumi junior. Bei Mercedes tut sich plötzlich eine neue Option auf – wenn auch nicht als Stammfahrer.

Mick Schumacher
Geboren: 22. März 1999 (Alter 23 Jahre), Genolier, Schweiz
Aktuelles Team: Haas F1 Team
Vertrag bis: Ende 2022
WM-Punkte: 12 (Stand: 14. November 2022)

Formel 1: Mick Schumacher bei Mercedes im Gespräch

„Ich weiß nicht, was der Stand mit Mick und Haas ist“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff am Sonntagabend nach dem Großen Preis von Brasilien, „ich mache aber kein Geheimnis daraus, dass die Familie Schumacher zu Mercedes gehört und dass wir Mick sehr schätzen.“ Falls sich die Möglichkeit ergebe, wäre Mercedes offen, so Wolff: „Erstmal sollte es aber darum gehen, dass Mick ein Stammcockpit bekommt.“

Sollte Mick Schumacher eben kein Stammcockpit bekommen, könnte der 23-Jährige die kommende Saison als Ersatzfahrer bei Mercedes überbrücken und von einem Topfahrer wie Lewis Hamilton lernen. Danach dürfte sich die F1-Türe wieder öffnen, wenn ab 2024 Audi bei Sauber, dem aktuellen Alfa-Romeo-Team, einsteigt.

Mick Schumacher könnte in der Formel 1 zu Mercedes wechseln.
Mick Schumacher könnte in der Formel 1 zu Mercedes wechseln. © Andy Hone/Imago

Mick Schumacher: Formel-1-Aus droht – Hülkenberg wohl Nachfolger bei Haas

Die Aussichten auf einen Verbleib und eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags bei Haas stehen für Schumacher derzeit äußerst schlecht. Der US-Rennstall hat seine Entscheidung über die Zukunft von Schumacher längst getroffen. „Ja, es stimmt“, antwortete Teamchef Günther Steiner beim Grand Prix in Brasilien auf die Frage, ob der Rennstall schon den Teamkollegen neben dem für 2023 gesetzten Dänen Kevin Magnussen ausgewählt habe. „Wir sind gerade dabei, die Details zu klären, wie wir das machen werden und was wir machen werden.“

Dass es sich dabei um Schumacher handelt, gilt als unwahrscheinlich. Ein Emmericher soll Schumi junior ersetzen. Der 35-jährige Nico Hülkenberg, aktuell Reservefahrer bei Aston Martin, soll am Dienstag einen Vertrag unterschreiben, wie die Bild berichtet. In den folgenden Tagen vor dem Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi soll der Deal offiziell gemacht werden. „Ich werde aber den Tag nicht verraten, weil dann jeder auf diesen Tag warten wird. Es wird aber nächste Woche kommen“, erklärte Steiner.

Mick Schumacher: Mercedes und Williams als letzter Strohhalm in der Formel 1

Mick Schumacher hatte „einige gute und einige schlechte Momente“, sagte Steiner. Durch seinen Namen brachte Schumacher Haas viel Aufmerksamkeit und Geld, sorgte durch Unfälle aber auch für finanzielle Schäden des US-Teams. In den vergangenen zehn Rennen hat er keine Punkte mehr geholt, seinen zwölf Zählern stehen 25 Punkte von Magnussen gegenüber. In Sao Paulo reichte es für Schumacher nur zu einem enttäuschenden 13. Platz.

Eine Chance auf ein Stammcockpit hätte Schumi junior aber noch – bei Williams. Der Rennstall hat sich zwar bereits auf den US-Amerikaner Logan Sargeant als zweiten Fahrer neben Alex Albon (Thailand) festgelegt. Allerdings fehlt dem Formel-2-Piloten noch der Erwerb der für die Königsklasse nötigen Superlizenz, sprich der Formel-1-Führerschein – das gilt jedoch wiederum nur noch als Formsache. Dann bliebe für Schumacher nur noch die Hoffnung Mercedes. (ck)

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