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Paul Drux findet in Nürnberg beim 36:26-Sieg gegen Brasilien eine Lücke in der gegnerischen Abwehr.

Formcheck bestanden

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(sid). Spaß, Spielfreude und viele Tore: Die deutschen Handballer haben ihren ersten Olympia-Formcheck mit Bravour bestanden. Fünf Tage vor dem Abflug nach Tokio spazierte das DHB-Team von Bundestrainer Alfred Gislason zu einem 36:26 (17:13) gegen Brasilien, die 668 Zuschauer in Nürnberg klatschten zufrieden Beifall.

»Das war insgesamt ein gutes Spiel. Ich bin mit einigen Sachen sehr zufrieden«, sagte Gislason. Rückraumspieler Paul Drux lobte am Sport1-Mikrofon: »Es hat sehr viel Spaß gemacht, wieder vor Zuschauern zu spielen. Wir können erst mal zufrieden sein.«

Rechtsaußen Timo Kastening war am Freitagabend mit sieben Treffern der beste Werfer für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die am Sonntag (15.05 Uhr/Sport1) gegen Ägypten im zweiten Spiel des Drei-Länder-Turniers mehr gefordert werden dürfte. Der Afrikameister ist stärker einzuschätzen als Brasilien.

Gegen die Südamerikaner, in Japan der letzte deutsche Vorrundengegner in der Hammergruppe A, sprühte das DHB-Team zeitweise vor Spielfreude und hatte nur ganz wenige Schwächephasen. Der Fokus lag insbesondere auf der Abwehr, die einen guten Job machte. Vorne begeisterte das Team mit seinen sicheren Außenspielern vor allem nach der Pause die Maske tragenden Fans auf der Tribüne. Für Gislason war das Publikum in Franken etwas ganz Besonderes - in seiner bislang 16-monatigen Amtszeit als DHB-Coach hatte der Isländer noch nie eine Partie vor Zuschauern erlebt. »Ich freue mich sehr, diese Stimmung von den Rängen zu haben und nicht jeden Ballkontakt zu hören«, hatte der 61-Jährige zuvor gesagt. Das Publikum applaudierte anfangs zurecht. Das deutsche Team fand nach einem 0:2-Rückstand (2.) schnell ins Spiel. Auch dank zweier Tore von Kapitän Uwe Gensheimer ging Deutschland beim 4:3 (7.) erstmals in Führung.

Gislason beobachtete in typischer Manier mit verschränkten Armen vor allem seine Deckung, in der sich nach dem Ausfall von Patrick Wiencek der Innenblock um Hendrik Pekeler neu einspielen muss. Neben dem Kieler Pekeler durfte auch Johannes Golla im Abwehrzentrum ran. Auch als Gislason nach der Pause einmal komplett durchwechselte, riss der Spielfluss nicht ab.

Stenogramm / Deutschland - Brasilien 36:26 (17:13): Tore: Kastening (7), Schiller (6/2), Golla (4), Gensheimer (3), Drux (3), Weinhold (3), Häfner (2), Knorr (2), Reichmann (2), Lemke (2), Pekeler (1), Kohlbacher (1) für Deutschland / Dutra (8/1), Langaro (3), Rodrigues (3), da Silva (3), Teixeira (2), Chiuffa (2/1), Ponciano (1), Torriani (1), Toledo (1), Andrade (1), Moraes (1) für Brasilien / Zuschauer: 668 in Nürnberg.

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