Am 2. Januar hieß es in der Liga 2:1 für die Eintracht, im DFB-Pokal gibt es heute ein Wiedersehen mit Leverkusen, allerdings in der BayArena. Dabei will Frankfurts Andre Silva (M.) wieder schneller sein als Leverkusens Edmond Tapsoba. FOTO: DPA
+
Am 2. Januar hieß es in der Liga 2:1 für die Eintracht, im DFB-Pokal gibt es heute ein Wiedersehen mit Leverkusen, allerdings in der BayArena. Dabei will Frankfurts Andre Silva (M.) wieder schneller sein als Leverkusens Edmond Tapsoba. FOTO: DPA

Form spricht für die Eintracht

  • vonDPA
    schließen

Eintracht Frankfurt liegt der DFB-Pokal, aber nicht Leverkusen in der BayArena. Der Pokalsieger von 2018 will das ändern. Zuletzt drei Bundesliga- siege geben Auftrieb, zumal der Werksclub nach drei sieglosen Spielen unter Zugzwang steht.

Für Eintracht Frankfurt haben die beiden vergangenen Bundesliga-Gastspiele bei Bayer Leverkusen mit deftigen Pleiten geendet. In der Nachholpartie des DFB-Pokals am heutigen Dienstag (20.45 Uhr/liveSky/Zusammenfassung auf HR ab 0.00 Uhr) soll dies anders werden. Die Hessen wollen mit drei Pflichtspielsiegen hintereinander als Rückenwind die Erfolgsserie auch beim Pokalfinalisten von 2020 verlängern. "Wir wollen unseren Lauf fortsetzen", kündigte Eintracht-Trainer Adi Hütter am Montag selbstbewusst an. Zuletzt hatten die Hessen in der Liga die BayArena mit 0:4 und 1:6 verlassen. Auftrieb vor dem Duell gibt zudem der 2:1-Heimsieg in der Liga gegen die Werkself vor zehn Tagen.

"In der Liga haben wir uns in Leverkusen zuletzt sehr schwach präsentiert. Diese Serie wollen wir beenden", sagte der Coach aus Österreich. "Der Pokal ist ein Wettbewerb, der uns liegt. Wir setzen alles daran, weiterzukommen." Die Eintracht hatte 2017 das Finale erreicht, 2018 den Pokal gewonnen und war 2020 erst im Halbfinale ausgeschieden.

"Wir müssen auswärts in Leverkusen ähnlich spielen wie zuletzt daheim, total mutig sein, unser Spiel durchbringen und gleichzeitig auch Leverkusens Schwung unterbinden", erklärte Hütter. Denn: "Wenn die Bayer-Mannschaft erst einmal ins Rollen kommt, man ihr Platz lässt, dann ist sie sehr unangenehm." Als psychologischen Vorteil sieht er es an, dass das Team seines Kollegen Peter Bosz nun schon dreimal hintereinander keinen Sieg mehr schaffte: "Leverkusen ist unter Zugzwang, nachdem es zuletzt nicht mehr so rund lief."

Bei einem Einzug in das Achtelfinale würden die Frankfurter am 2./3. Februar auf den Regionalligisten Rot-Weiss Essen treffen. Eine Hürde, die für den Pokal-Spezialisten vom Main nicht allzu hoch sein dürfte. "Ein Titel zu holen ist nicht so einfach, aber im Pokal sicher einfacher als in der Meisterschaft", sagte Hütter. "Wir werden alles tun, in diesem Jahr so weit wie möglich zu kommen."

Dass bei diesem Projekt Filip Kostic weder in Leverkusen noch in den weiteren beiden Pokal-Partien wegen Rot-Sperre nicht mitwirken kann, wurmt den 50-jährigen Trainer. Schließlich hatte sich der serbische Mittelfeldspieler den Platzverweis und eine Sperre für vier Spiele schon im März 2020 im Viertelfinale in Bremen mit einem bösen Foul eingehandelt. "Im Grunde ist es fast ein Jahr her. Es ist schon sehr heftig, wenn man denkt, dass er danach noch mal zwei Spiele absitzen muss", kritisierte Hütter. "Aber im Endeffekt müssen wir mit der Entscheidung leben."

Vielleicht könne er aus dem Ausfall aber in taktischer Hinsicht einen Vorteil machen. "Wir könnten versuchen, ihn Eins-zu-Eins zu ersetzen", sagte Hütter. "Genauso könnten wir aber auch das System umstellen, um den Gegner möglicherweise zu überraschen."

Die Rheinländer standen erst im vergangenen Juli im Finale - und die Niederlage (2:4) dort ärgerte Trainer Bosz mächtig, obwohl sein Team dem FC Bayern München unterlag. Doch der Ehrgeiz, diesmal den fehlenden Schritt zu gehen, ist groß beim Niederländer. "Wir haben gesehen, was es mit der Mannschaft macht, wenn man ein Finale spielt", sagte Bosz am Montag. Und dann ergänzte der 57-Jährige lachend: "Aber wenn man ein Finale spielt, will man es auch gewinnen. Also lass uns sagen: Diesmal wollen wir es auch gewinnen."

Bei Bayer, das erneut auf Ausnahmetalent Florian Wirtz (Überbelastungsreaktion) verzichten muss, sitzt der Frust der 1:2-Niederlage in der Liga noch tief. "Frankfurt ist ein sehr guter Gegner. Das können vor allem wir sagen, weil wir da zurecht verloren haben", sagte Bosz: "Aber so wie dort spielt man hoffentlich nur einmal im Jahr, denn das war nicht gut. Jetzt haben wir die Chance, es besser zu machen."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare