Kevin Trapp kehrt nach langer Verletzungspause zurück ins Eintracht-Tor. FOTO: DPA
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Kevin Trapp kehrt nach langer Verletzungspause zurück ins Eintracht-Tor. FOTO: DPA

Fokus liegt auf Defensive

  • vonred Redaktion
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Eintracht Frankfurt startet heute bei der TSG Hoffenheim in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Die Hessen brauchen dringend Punkte, um aus dem Tabellenkeller zu kommen. Torhüter Kevin Trapp wird in Sinsheim sein Comeback geben.

Im Trainingscamp in Florida hat Trainer Adi Hütter mit Eintracht Frankfurt nicht nur ein neues, defensives taktisches Konzept einstudiert. Es gab selbstverständlich gemeinsame Analysesitzungen, und dabei wurde dem kickenden Personal der ins Straucheln geratenen Mannschaft auch allerhand statistisches Material an die Hand gegeben, Zahlenmaterial, das schnell aufzeigte, wo bei den Hessen der Schuh besonders drückt: In den Spielen eins bis zehn habe die Eintracht im Schnitt 2,1 Tore erzielt und 1,5 Tore erhalten. Das sei schon nicht besonders gut gewesen, erläuterte der Fußballlehrer einen Tag vor dem Rückrunden-Auftakt am heutigen Samstag bei der TSG Hoffenheim (15.30 Uhr). Noch düsterer gestalteten sich aber die Werte bei den dann folgenden Spielen elf bis 17: Da schoss die Eintracht pro Partie lediglich 0,86 Tore, kassierte aber gleichzeitig 2,0 pro Spiel. Das führte zu 6:14 Toren und lediglich einem Punkt aus sieben Bundesligaspielen - kein Wunder also, dass der Klub in der Tabelle durchgereicht wurde, bis auf Platz 13 mit 18 Punkten - Abstiegsgefahr!

Man müsse dringend wieder zu einer gewissen Kompaktheit zurückfinden, verkündet Hütter fast schon gebetsmühlenartig. "Ob Dreier-, Vierer- oder Fünferkette, die Kette muss dicht sein: Wichtig ist, dass es uns gelingt, defensiv besser zu stehen, damit wir wieder punkten." Auch wenn der 49 Jahre alte Österreicher die Taktik für die Partie im Kraichgau erwartungsgemäß nicht verraten wollte, so spricht doch eine Menge dafür, es dieses Mal mit der neu einstudierten Viererkette zu versuchen. Manches deutet zudem daraufhin, dass der Trainer dem am Samstag 36 Jahre alt werdenden Makoto Hasebe eine Rolle im defensiven Mittelfeld zuordnen wird.

Hütter geht es neben einer grundsätzlich stabileren Grundordnung auch darum, künftig flexibler und variabler auftreten zu können. Denn: "Viele haben uns durchschaut." Eintracht Frankfurt stellte zuletzt die gegnerischen Trainer vor keine großen Überraschungen mehr, jeder wusste, wie die Frankfurter zum Erfolg kommen wollten. Die Eintracht soll nicht mehr so leicht auszurechnen sein, soll vor allem aber schwerer zu knacken sein. Die vielen Gegentore liegen dem Coach schwer im Magen.

Und natürlich die "eklatante Auswärtsschwäche". Frankfurt ziert einsam den letzten Platz in dieser Kategorie, ganze drei Punkte haben die Hessen in der Fremde geholt, beim Sieg Ende September bei Union Berlin. Alle anderen sieben Auswärtsspiele haben sie in den Sand gesetzt - und in der Rückrunde müssen sie gar neunmal auswärts antreten.

Hütter weiß auch, dass er Ergebnisse liefern muss, er weiß, dass sonst unangenehme Zeiten anbrechen. Immerhin wisse jeder im Klub, um was es gehe. "Die Mannschaft hat die Situation angenommen", sagt der Coach, die Winterpause habe dem Team gutgetan. Auch habe der USA-Trip mit Jetlag und Temperaturunterschieden keine Folgen bei der Mannschaft hinterlassen, bis auf Daichi Kamada, Gelson Fernandes und Marco Russ seien alle Mann an Bord. Und Kevin Trapp, der so lange verletzte Schlussmann, ist wieder auf dem Damm und wird heute in Sinsheim im Tor stehen. Mut macht, dass ganz hinten, davor (David Abraham, der seine Sperre abgesessen hat) und ganz vorne (Bas Dost) eine gewisse Leistungssteigerung zu erwarten ist. Gerade auf den langen Stürmer baut Hütter, im Trainingslager wirkte der endlich schmerzfrei agierende Niederländer "sehr positiv, fast schon euphorisch". Mit ihm sei auf jeden Fall zu rechnen. Und Spieler, die vorausgehen, braucht man jetzt.

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