Flick muss improvisieren

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(dpa). Hansi Flick jammert nicht - auch nicht nach dem Ausfall von Weltfußballer Robert Lewandowski. Zum Start in wegweisende Wochen des FC Bayern mit dem Bundesliga-Gipfel gegen RB Leipzig und dem Königsklassen-Knaller gegen Paris Saint-Germain als erste Aufgaben arbeitete der Erfolgscoach stattdessen umgehend an Lösungen für die verschärften personellen Probleme des Triple-Siegers.

Vorne muss er Lewandowski ersetzen, die Abwehr wegen der Sperren von Jérôme Boateng (5. Gelbe Karte) und Al-phonso Davies (Rote Karte) umbauen. Immerhin scheint Niklas Süle, der wegen muskulärer Probleme vom Nationalteam abreiste, wieder fit zu werden. Flick betont gerne, »im Hier und Jetzt« zu leben, der Fokus des Nachfolge-Kandidaten für Bundestrainer Jo-achim Löw gilt dem Leipzig-Spiel. Die Verletzung von Lewandowski, der wegen einer Bänderdehnung im rechten Knie voraussichtlich vier Wochen pausieren muss, verdeutlicht einmal mehr, wie schnell sich Situationen ändern können. Die Double-Ziele des FCB sind gefährdet, Lewandowskis Rekordjagd auf die Gerd-Müller-Bestmarke gestoppt.

Sollten die Bayern am Samstag (18.30 Uhr/Sky) in Leipzig siegen und dem Kampf um die Meisterschaft mit dann sieben Zählern Vorsprung die Spannung nehmen, würde der Lewandowski-Ausfall in der Champions League schwerer wiegen als in der Bundesliga.

In Europa steht für den Titelverteidiger am Mittwoch gegen Kylian Mbappé, Neymar und Co. zu Hause das Viertelfinal-Hinspiel an. Sechs Tage später fällt in Paris bei der Neuauflage des Vorjahresendspiels die Entscheidung über das Weiterkommen.

»Lewys Verletzung ist natürlich bitter für uns«, sagte Vizekapitän Thomas Müller. Der Fließbandtorschütze falle zu einem »denkbar ungünstigen Zeitpunkt« aus. »Müssen andere in die Bresche springen, das ist im Fußball nicht das erste Mal«, sagte Müller pragmatisch. Müller selbst wäre eine Alternative für das Angriffszentrum, klassischster Backup ist der im vergangenen Jahr verpflichtete Eric Maxim Choupo-Moting.

Flick kann aber auch auf das Flügel-Trio Serge Gnabry, Leroy Sané und Kingsley Coman setzen. Müller könnte dort zentral in der Rolle als Vorlagen-Experte glänzen - oder sich mit Gnabry in vorderster Front abwechseln.

Mit 35 Bundesliga-Saisontoren war Lewandowski bis zu seiner Verletzung auf dem besten Weg, den legendären 40-Tore-Rekord von Gerd Müller zu knacken. »Er ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere«, sagte Karl-Heinz Rummenigge.

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