Robert Lewandowski meldet sich rechtzeitig zum Rückrunden-Start zurück. FOTO: DPA
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Robert Lewandowski meldet sich rechtzeitig zum Rückrunden-Start zurück. FOTO: DPA

Feuriges Duell in Berlin

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(sid). Jürgen Klinsmann kämpft mit einer abgelaufenen Lizenz, Hansi Flick mit einem personellen Notstand - doch diese Nebenschauplätze lassen beide Trainer vor dem direkten Duell zwischen Hertha BSC Berlin und Bayern München nicht als Ausreden gelten. "Es liegt an uns", sagte Bayern-Coach Flick vor dem Rückrundenstart am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) in Berlin, der den Auftakt einer Aufholjagd im Titelrennen darstellen soll: "Wir haben die Qualität, um Meister zu werden."

Klinsmann will seinem Ex-Klub auf dem Weg zum 30. Meistertitel aber ein Bein stellen. "Versprechen kann ich eines: Es wird eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die ordentlich Feuer geben wird", sagte der frühere Welt- und Europameister: "Unser Ziel ist, alles aus uns herauszuholen, uns zu zerreißen, das Publikum auf unsere Seite zu ziehen und zu punkten. Wir brennen darauf."

Auch Flick betonte, seine Mannschaft sei "heiß" und wolle "Erfolg haben" - sprich: den Vier-Punkte-Rückstand auf RB Leipzig gutmachen. Flick war am Freitag daher tunlichst bemüht, den Themen Transfers und Verletzte die Wucht zu nehmen. Nach weiteren Gesprächen mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic sei man zu der Erkenntnis gelangt: "Es ist wichtig, dass wir nicht unter Druck Dinge machen, von denen wir nicht überzeugt sind." Aktuell könne von bevorstehenden Transfers "keine Rede" sein.

In Robert Lewandowski und Serge Gnabry seien rechtzeitig vor dem Auftakt zwei "gefühlte" Neue dazugekommen. Lewandowski ist nach seiner Leisten-OP "nahe an 100 Prozent", sagte Flick. Gnabry hat seine Achillessehnenprobleme überwunden und steht im Kader. Die Verletzten Niklas Süle, Lucas Hernandez, Kingsley Coman und Javi Martinez fehlen aber teilweise noch lange, in Berlin muss zudem Joshua Kimmich (Gelbsperre) passen. Flick erwartet daher "eine schwere Aufgabe" in der Hauptstadt. Dafür will auch Klinsmann sorgen - auch wenn er das Coachen während der 90 Minuten womöglich seinen Assistenten Alexander Nouri und Markus Feldhoff überlassen muss. Sollte der DFB die von Klinsmann eingereichten Unterlagen als Nachweis für Fortbildungsmaßnahmen nicht für ausreichend erachten, dürfte seine 2013 abgelaufene Trainerlizenz vorerst nicht erneuert werden.

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