Frauenfußball

FCB-Kampfansage gen Wolfsburg

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(dpa). Die Kampfansage aus München kommt laut und deutlich zum gestrigen Saisonauftakt. Nun ist auch bei den Fußballerinnen des FC Bayern die Abteilung Attacke geöffnet worden. Präsident Herbert Hainer, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Trainer Jens Scheuer und die Spielerinnen betonen unisono, dass die Meisterschaft angepeilt wird. "Wir wollen den Titel, nicht immer Zweiter sein", sagte Nationaltorhüterin Laura Benkarth.

Seit acht Jahren heißt das Titelduell im Frauenfußball Wolfsburg gegen München. Mit einem klaren Ergebnis: 6:2 für den VfL, der gestern die Saison mit einem 3:0 gegen SGS Essen eröffnete. Das soll in dieser Saison anders werden. "Wir haben uns gezielt noch breiter aufgestellt", sagte Bayern-Trainer Scheuer. Mit Lea Schüller, Martina Hegering (beide Essen) und Klara Bühl (Freiburg) holte man drei deutsche Nationalspielerinnen, dazu noch drei weitere internationale Auswahl-Kickerinnen.

"Für uns ist es eher ein Vorteil als ein Nachteil", sagt Torhüterin Benkarth zum wohl schmerzlichsten Abgang aus der Bundesliga: Pernille Harder, Fußballerin des Jahres und mit 27 Treffern die beste Schützin der vergangenen Spielzeit, verließ kurzfristig den VfL Wolfsburg gen Chelsea. Sportdirektor Ralf Kellermann glaubt aber an sein Team. "Ich habe volles Vertrauen in den Kader mit den vielen jungen, aber auch einigen erfahrenen Spielerinnen", sagte Kellermann. Auch der VfL investierte in deutsche Nationalspielerinnen, holte Lena Oberdorf (Essen), Pauline Bremer (Manchester City) und Kathrin Hendrich (Bayern).

Frankfurt will Platz 3

Eintracht Frankfurt peilt beim Debüt in der Frauenfußball-Bundesliga den dritten Platz und damit die Teilnahme an der Champions League an. "Der Kampf um Platz drei wird genauso spannend wie der um die deutsche Meisterschaft werden", sagte Eintracht-Sportdirektor Siegfried Dietrich.

Zum Saisonauftakt trifft der aus der Fusion mit dem 1. FFC Frankfurt hervorgegangene hessische Club am Sonntag (14 Uhr) auf Aufsteiger Werder Bremen. Das Eintracht-Team wird im Wesentlichen aus bisherigen FFC-Spielerinnen bestehen, zu denen bisher fünf Neuzugänge gekommen sind - darunter die Nationaltorhüterin Merle Frohms.

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