1. FC Köln feiert irren Zittersieg

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(dpa). Friedhelm Funkel jubelte kurz am Spielfeldrand und musste dann erst mal ganz tief durchatmen. Die Rettungsmission des Trainer-Oldies beim 1. FC Köln hat in einem verrückten Fußballspiel beim FC Augsburg weiteren Schwung erhalten. Drei Tage nach dem 2:1 gegen RB Leipzig hätten die Rheinländer zum Auftakt des 31. Spieltags in der Bundesliga beim 3:

2 (3:0)-Zittersieg allerdings beinahe einen klaren Vorsprung noch verspielt. “Wir sind sehr froh, dass wir die drei Punkte geholt haben und können das jetzt auch mal genießen. Köln lebt auf jeden Fall„, sagte Torschütze Florian Kainz bei DAZN.

Mit 29 Punkten rückten die Kölner auf den Regelationsplatz 16 vor und bis auf vier Punkte an die Augsburger heran. Nach einem Traumstart mit einem Traumtor des brillanten Ondrej Duda (8. Minute) dominierten die Gäste am Freitagabend in der ersten Hälfte nach Belieben. Kainz (23.) und erneut Duda (33.) erhöhten auf 3:0.

Doch die Gastgeber zeigten angetrieben vom eingewechselten Fredrik Jensen eine Reaktion: Robert Gumny (54.) und Ruben Vargas (62.) verkürzten, aber mit sehr viel Glück verhinderten die Kölner ein Komplett-Comeback der Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich.

“Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war bodenlos„, sagte der Augsburger André Hahn. Sehr viel deutlicher wurde Torwart Rafal Gikiewicz. “In den ersten 45 Minuten haben wir die Eier in der Kabine gelassen„, schimpfte er über das Auftreten “wie im Abschlusstraining„.

Mit gehobener Fußballkunst rechnete kaum einer bei diesem Duell im Abstiegskampf - und dann setzten die Kölner anfangs einen spielerischen Glanzpunkt nach dem anderen. Beim Führungstreffer flankte Ellyes Skhiri gefühlvoll, Duda nahm den Ball aus 17 Metern volley und traf unhaltbar für Gikiewicz in das obere Toreck. Ein Traumtreffer, schon jetzt gesetzt für die Rubrik “Tor des Monats„.

Die Hereingabe von Benno Schmitz verwertete Kainz zu seinem ersten Saisontreffer. So verdient das 2:0 war zu diesem Zeitpunkt, so enttäuschend der Auftritt der Augsburger. Wie (zu) häufig unter Herrlich agierten die Gastgeber plan- und konzeptlos. Doch dann sorgte der eingewechselte Jensen mit zwei Vorlagen für Aufschwung. Erst bediente er den für Framberger gekommenen Gumny, später legte er für Vargas zum 2:3 auf.

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