Faghir rettet Punkt

(dpa). Der personalgeplagte VfB Stuttgart hat in Unterzahl den Sprung des 1. FC Union Berlin auf einen Champions-League-Platz verhindert. Dank eines späten Treffers des eingewechselten Wahid Faghir kam der VfB am Sonntag noch zu einem 1:1 (0:1) gegen die zuvor in der Fußball-Bundesliga dreimal siegreichen Berliner. Taiwo Awoniyi (31.) hatte die Gäste mit seinem siebten Saisontor in Führung gebracht.

Als VfB-Mittelfeldspieler Atakan Karazor in der 57. Minute dann auch noch innerhalb weniger Sekunden zweimal die Gelbe Karte sah und somit vom Platz musste, schien alles auf einen Union-Sieg hinauszulaufen. Doch dann schlug Faghir noch für die Stuttgarter zu. Die personalgeplagten Stuttgarter jubelten nach dem Abpfiff. Zwar stecken sie weiter in der unteren Tabellenhälfte fest, doch der kaum noch erwartete Ausgleich sorgte für Erlösung.

In Gleichzahl hatte der VfB die kompakte Union-Formation kaum knacken können, in Unterzahl wurde es lange Zeit noch schwerer. Ohne Max Kruse, der nach dem 1:3 in der Europa Conference League bei Feyenoord Rotterdam eine Pause erhielt, lieferte aber auch Union eine wenig spektakuläre Vorstellung ab. Immer wieder versuchten die Stuttgarter, die kompakte Defensive um den ehemaligen VfB-Profi Timo Baumgartl zu knacken. Bis auf einen Kopfball von Marc Oliver Kempf (34.) kamen die Schwaben aber kaum zu guten Chancen.

Stattdessen schlug - mal wieder - Awoniyi zu. Nach einem der seltenen Ballverluste von VfB-Kapitän Wataru Endo im Mittelfeld leiteten die Gäste einen schnellen Konter ein, Sheraldo Becker legte quer auf den Nigerianer, der den Ball schließlich ins Eck schlenzte.

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 durfte der VfB sein Stadion am Sonntag wieder komplett füllen. Doch anstelle der bis zu rund 60 000 möglichen Zuschauer kam nur etwa die Hälfte.

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