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Das Etappenziel vor Augen

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In der Fußball-Bundesliga-Tabelle liegen stattliche 17 Punkte zwischen den Rivalen, doch in der Champions League verfolgen Borussia Dortmund und Schalke 04 ein gemeinsames Ziel. Beide wollen am Mittwoch den vorzeitigen Sprung ins Achtelfinale der Königsklasse perfekt machen. Während S04 beim FC Porto bestehen muss, hat der BVB mit dem FC Brügge die vermeintlich einfachere Aufgabe zu lösen und benötigt nur ein Unentschieden. Dortmunds Trainer Lucien Favre warnt dennoch.

In der Fußball-Bundesliga-Tabelle liegen stattliche 17 Punkte zwischen den Rivalen, doch in der Champions League verfolgen Borussia Dortmund und Schalke 04 ein gemeinsames Ziel. Beide wollen am Mittwoch den vorzeitigen Sprung ins Achtelfinale der Königsklasse perfekt machen. Während S04 beim FC Porto bestehen muss, hat der BVB mit dem FC Brügge die vermeintlich einfachere Aufgabe zu lösen und benötigt nur ein Unentschieden. Dortmunds Trainer Lucien Favre warnt dennoch.

»Wir müssen eine sehr, sehr gute Leistung bringen. Wir erinnern uns alle an das Spiel dort, es war sehr, sehr schwer« sagte der Schweizer Coach am Dienstag mit Blick auf das mühsame 1:0 in Brügge zum Beginn der Champions-League-Saison. Auch Mario Götze erwartet beim Wiedersehen am Mittwoch (21 Uhr/Sky) ein »schwieriges Spiel«. Der 26-Jährige betonte: »Wir haben uns viel vorgenommen, aber Brügge ist eine sehr, sehr gute Mannschaft.« Im Fernduell um den Gruppensieg gegen Atletico Madrid kann sich der BVB keinen Ausrutscher erlauben. Zwar hat der Bundesliga-Tabellenführer den direkten Vergleich gegen den spanischen Spitzenklub gewonnen, doch beim 0:2 in Madrid kassierte Dortmund vor drei Wochen die erste Pflichtspielniederlage der Saison – und war dabei erstmals überhaupt deutlich unterlegen.

Entsprechend wichtig sind die anstehenden Spiele gegen Brügge und zum Abschluss der Gruppenphase am 11. Dezember bei der kriselnden AS Monaco. Bei zwei Siegen ist dem BVB Platz eins und damit ein vermeintlich leichterer Gegner im Achtelfinale sicher. Es wäre zudem ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz, Atletico, 2014 und 2016 Champions-League-Finalist, hinter sich zu lassen.

Auch Schalke träumt vom Einzug in die nächste Runde. Der Vizemeister könnte nach einem verkorksten ersten Saisondrittel den Krisenmodus abschalten und aus dem Bundesliga-Abstiegskampf ins Achtelfinale der Königsklasse durchstarten. »Wir fliegen mit einem guten Gefühl nach Portugal«, betonte Trainer Domenico Tedesco vor dem Duell am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) in Porto: »Wir wollen unbedingt in die K.-o.-Phase.« Nach dem 5:2-Befreiungsschlag gegen den 1. FC Nürnberg und dem Doppelpack-Debüt von Steven Skrzybski ist nicht nur der Abstand zur Abstiegszone gewachsen, auch die Stimmung bei den Königsblauen beginnt sich zu drehen. Mit einem Sieg beim portugiesischen Meister und dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League könnten sich die dunklen Wolken auf Schalke ganz verziehen.

»Wenn du fünf Tore schießt, hast du danach mehr Mut. Und Mut ist das Wichtigste im Sport«, sagte Abwehrspieler Benjamin Stambouli. Im Gegensatz zur Bundesliga, in der die Gelsenkirchener als Tabellen-14. noch immer weit hinterherlaufen, ist die Königsklasse schon seit Saisonbeginn eine Wohlfühloase. Zwei Siege, zwei Unentschieden, Platz zwei mit vier Punkten Vorsprung in der Gruppe D – international läuft alles nach Plan. Am Mittwochabend soll, so Sportvorstand Christian Heidel, »das Überwintern in der Champions League feststehen«. Dabei könnten ein paar Ex-Schalker helfen: Sollten Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes, Jefferson Farfan und Sportdirektor Erik Stoffelshaus mit Lokomotive Moskau gegen Galatasaray Istanbul (18.55 Uhr) nicht verlieren, stünden die Gelsenkirchener schon vor dem Anpfiff in Porto in der K.-o.-Runde.

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