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Es ist angerichtet

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Dortmunds Erling Haaland (M.) ist zurück und der Ball unterwegs zum 3:1-Endstand. © DPA Deutsche Presseagentur

(sid). Die angeschlagenen Bosse atmeten sichtlich erleichtert auf, Julian Nagelsmann richtete nach dem 1:0 (0:0) gegen Arminia Bielefeld selbstbewusst eine Kampfansage an den erstarkten Erzrivalen. »Grundsätzlich ist man bei Bayern München immer bereit für Topspiele«, sagte der Trainer entschlossen über den Kracher-Klassiker bei Verfolger Borussia Dortmund am Samstag (18.

30 Uhr/Sky).

Dann will der deutsche Fußball-Rekordmeister wieder für klarere Verhältnisse sorgen, am Borsigplatz hat man natürlich etwas dagegen, obwohl sich BVB-Coach Marco Rose nach dem 3:1 (1:1)-Sieg beim VfL Wolfsburg einer vorsichtigeren Wortwahl befleißigte.

»Unsere Chance ist da, und wir wollen sie wahrnehmen. Aber wir wissen natürlich auch, dass wir den Bayern auf Dauer nur gefährlich werden können, wenn wir noch ein paar Dinge verbessern«, sagte Rose, ohne ins Detail zu gehen. Doch mehr als einen schläfrigen Start mit einem Gegentor nach zwei Minuten konnte man den spielstarken Gästen kaum vorwerfen.

»Das ist ein Klassiker in Deutschland«, sagte Kapitän Manuel Neuer und stichelte: »Dass es wirklich wieder um was geht, das hatten wir nicht immer.«

Seine neun Meisterschaften in Serie feierte der FC Übermacht mit bis zu 25 Punkten Vorsprung, nur 2019 kam die Borussia auf zwei Zähler heran. Vor dem Duell am Samstag liegt sie nur einen Punkt zurück. Endlich Spannung?

»Das ist für die Liga ein tolles und interessantes Spiel«, sagte Nagelsmann und behauptete: »Wir sind, auch wenn es gerade ein bisschen unruhig ist, auf einem guten Weg.« Besser standen die Bayern, die mit 102 Toren im Kalenderjahr den Kölner Rekord übertrumpften, zuletzt 2015/16 da.

Doch Nagelsmann gab zu, dass die jüngsten personellen Entwicklungen seine Bayern sicher nicht bevorteilten. Anführer Joshua Kimmich (Corona) wird in Dortmund fehlen, der BVB dagegen hat Stürmerstar Erling Haaland wieder. »Mit Josh sind wir besser als ohne. Und mit Haaland sind sie besser als ohne«, sagte Nagelsmann: »Aber ich habe noch nie angefangen zu jammern. Wir fahren da hin und möchten gewinnen.«

Aber Unterschiedsspieler Haaland ist fraglos ein wichtiges Faustpfand für den DFB-Pokalsieger. Der urgewaltige Stürmer traf in Wolfsburg nach seiner fast sechswöchigen Verletzungspause nach gerade einmal sieben Minuten - sein 50. Bundesligator im 50. Spiel. »Er ist eine Waffe«, sagte Mitspieler Julian Brandt unmissverständlich und martialisch zugleich im Sky-Interview.

Und von wegen nur von Spiel zu Spiel denken: Dass der Klassiker bei den BVB-Profis schon seit Monaten im Kopf herumschwirrt, räumte Emre Can am Sky-Mikrofon unumwunden ein: »Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir so nahe wie möglich an Bayern dran sein wollen oder sogar vor ihnen stehen wollen, wenn wir gegen sie spielen.«

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