Ihn gilt es aus Frankfurter Sicht auszuschalten: Leipzigs Torgarant Timo Werner. FOTO: AFP
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Ihn gilt es aus Frankfurter Sicht auszuschalten: Leipzigs Torgarant Timo Werner. FOTO: AFP

Erster Härtetest

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(dpa). Vor der ganz großen Prüfung gegen "die Mannschaft der Stunde" legte Adi Hütter ein breites Grinsen auf. "Klar, freue ich mich", sagte der Cheftrainer vor der Begegnung mit Tabellenführer RB Leipzig an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky). Nach einer schwierigen Hinserie wollen die Hessen den Anschluss nach oben wahren und nach Siegen über Bayern und Leverkusen den nächsten Favoriten richtig ärgern. "Sie wissen, dass es in Frankfurt nicht so einfach ist. Wir wollen an die Leistung anknüpfen. Prozentual müssen wir uns steigern", sagte der Österreicher.

Gegen 20-Tore-Mann Timo Werner und die Dauersieger aus Sachsen wird das beim 2:1-Sieg in Hoffenheim gewonnene Selbstbewusstsein gleich kräftig geprüft. Das Duell mit Leipzig stellt für die Eintracht den Auftakt der "RB-Wochen" dar: Innerhalb von fünf Wochen geht es in Liga und DFB-Pokal erst zweimal gegen Leipzig und anschließend in der Europa League zweimal gegen Red Bull Salzburg. "Wenn wir diszipliniert spielen, wenn wir mutig spielen, bin ich überzeugt, dass wir was machen können", sagte Hütter.

Drei Dinge stimmten Frankfurt zum Rückrundenauftakt zuletzt optimistisch. Nach einem kräftezehrenden Herbst sind die Akkus wieder aufgeladen, zudem griff die Umstellung auf eine Viererkette und auch Stammtorhüter Kevin Trapp ist als Rückhalt wieder dabei. Der 29 Jahre alte WM-Teilnehmer sieht Leipzig wie Hütter als Titelkandidaten. "Ich traue es ihnen definitiv zu. Die Qualität dazu haben sie", sagte der Torhüter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Gerade im eigenen Stadion ist Frankfurt aber ein unangenehmer Gegner, wie das gefeierte 5:1 gegen Bayern, ein 3:0 gegen Leverkusen sowie ein achtbares 2:2 gegen Borussia Dortmund beweisen. "Wir haben gegen die Bayern und gegen Leverkusen gesehen, was machbar ist", fügte Trapp an. Hütter kann sich die Höchstleistungen gegen die besten Widersacher nicht zu 100 Prozent erklären. "Es ist ganz egal, gegen wen wir spielen, wir wollen immer an unsere Leistungsgrenze gehen. Vielleicht ist es deswegen, weil man noch ein paar Prozent konzentrierter sein muss", erklärte er.

Die RB-Wochen dürften für die Eintracht maßgeblich zeigen, wohin es in dieser Spielzeit geht. Gegen Leipzig steht der DFB-Pokal auf dem Spiel, gegen Salzburg die Europa League, in der Liga scheint das Niemandsland derzeit verheißungsvoller als der Abstiegskampf, der vor Weihnachten schon zu drohen schien. "Ich schaue nie fünf Spiele voraus. Es geht immer um die Entwicklung. Wir müssen so viele Punkte wie möglich sammeln", sagte Hütter.

Personell verriet der 49-jährige Trainer wie gewohnt nicht viel. Der Japaner Daichi Kamada wird nach einem Bänderriss wieder im Kader stehen, dürfte nach einigen verpassten Trainingseinheiten aber zunächst auf der Bank sitzen.

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