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Der Brügger Eduard Sobol (r.) ist Leipzigs Yussuf Poulsen enteilt.

Erneute Niederlage für Leipzig

(dpa). Der kleine FC Brügge hat Vizemeister RB Leipzig nach der sächsischen Gala in der Bundesliga auf den harten Boden der Tatsachen in der Champions League geholt. Das Team von Trainer Jesse Marsch kassierte am Dienstagabend vor 23 500 Zuschauern in der Red Bull Arena trotz einer frühen Führung eine 1:2 (1:2)-Niederlage gegen den belgischen Meister und muss sich als derzeit punktloser Letzter in der Hammer-Gruppe A neue Ziele in der Königsklasse stecken.

Das angestrebte Achtelfinale ist nach zwei Niederlagen wohl nur noch utopisch. Die Leipziger Führung von Christopher Nkunku (5.) drehten Hans Vanaken (22.) und Mats Rits (41.) zugunsten der Gäste, die den Leipzigern drei Tage nach deren 6:0-Fußballdemonstration gegen Hertha BSC über weite Strecke nicht viel zuließen.

Und das nach einem eigentlichen Traumstart für RB. Nicht mal fünf Minuten waren gespielt, da lag der Ball im Tornetz der Belgier. Ein nicht sonderlich gelungener Abschlag von Brügges Keeper Simon Mignolet leitete einen Blitz-Konter der Leipziger ein. Von Dominik Szoboszlai, den Trainer Jesse Marsch für den gesperrten Angeliño auf die linken Außenbahn beordert hatte, ging es rasant über Emil Forsberg in die Spitze auf Nkunku.

Der 23-Jährige schloss mit einem Schuss aus rund 13 Metern ab. Die Jubel wurde jäh unterbrochen, erst nach dem Videobeweis durften auch die Fans beim ersten Heimspiel mit Zuschauern in der Königsklasse seit März 2020 miteinstimmen.

Doch die RB-Verantwortlichen hatten nicht ohne Grund vor Brügge gewarnt. Beim 1:1 zum Auftakt gegen das Superstar-Ensemble von PSG waren die Belgier von den Franzosen nach einer Viertelstunde ins Hintertreffen geraten, nach nicht mal einer weitere Viertelstunde hatte Brügge aber ausgeglichen.

Fast dasselbe passierte in Leipzig. Nachdem Peter Gulacsi im RB-Tor schon einige Male klasse pariert hatte, blieb der RB-Kapitän gegen den Brügge-Kapitän Vanaken - genau der hatte auch schon das Tor gegen Paris erzielt - nach einem Rückpass von der Grundlinie durch Charles De Ketelaere machtlos.

Leipzig: Gulacsi - Mukiele (46. Gvardiol), Orban, Simakan (79. Adams), Klostermann - Laimer (46. Haidara), Kampl - Nkunku, Szoboszlai (58. A. Silva) - Y. Poulsen (79. Brobbey), Forsberg / Brügge: Mignolet - Sobol (79. Ricca), Nsoki, Hendry, Balanta, Mata - Sowah (68. van der Brempt), Rits (79. Vormer), Vanaken, Lang - de Ketelaere (72. Moraes Ferreira Da Silva) / SR: Slavko Vincic (Slowenien) / Zuschauer: 23 500 / Tore: 1:0 Nkunku (5.), 1:1 Vanaken (22.), 1:2 Rits (41.) Gelb: - /Balanta (2), Mignolet (1) Beste Spieler: Nkunku.

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