Fußball

DFB ermittelt gegen Köln wegen pöbelnder Ultras

  • schließen

Der 1. FC Köln verurteilt seine Ultras für die üblen Anfeindungen gegen Fußballprofi Ron-Robert Zieler. Der 29 Jahre alte Torwart des Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart war bei der Kölner 2:3 (1:2)-Niederlage während der zweiten Spielhälfte aus der Südkurve massiv beleidigt worden. Deshalb hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ein Ermittlungsverfahren gegen den FC eingeleitet. Der 1. FC Köln soll nun zeitnah Stellung beziehen und zudem den oder die Täter ermitteln. Danach werde der Kontrollausschuss über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Der 1. FC Köln verurteilt seine Ultras für die üblen Anfeindungen gegen Fußballprofi Ron-Robert Zieler. Der 29 Jahre alte Torwart des Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart war bei der Kölner 2:3 (1:2)-Niederlage während der zweiten Spielhälfte aus der Südkurve massiv beleidigt worden. Deshalb hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ein Ermittlungsverfahren gegen den FC eingeleitet. Der 1. FC Köln soll nun zeitnah Stellung beziehen und zudem den oder die Täter ermitteln. Danach werde der Kontrollausschuss über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

"Der FC verurteilt dieses Verhalten und bittet Zieler um Entschuldigung", teilte der Tabellenletzte am Montag mit. Der Club versuche, den oder die Täter zu ermitteln und behalte sich Konsequenzen gegen diese Personen vor. "Was am Sonntag offenbar von einem oder einigen FC-Ultras über Megafon in Richtung des Torwarts des VfB Stuttgart gerufen wurde, geht über eine im Stadion noch tolerierbare Wortwahl weit hinaus und widerspricht allen Werten des FC", hieß es weiter. Der Verein stehe für Respekt und Fairplay, auch als Verlierer.

Der in Köln geborene Zieler sagte der Zeitung "Express", er habe die Anfeindungen registriert. "Was soll ich machen? Natürlich höre ich das, der Typ steht ja fünf Meter hinter mir. Ich nehme das sportlich, als Torwart ist man einiges gewohnt", sagte Zieler.

Teile der Kölner Ultras, unter ihnen auch der via Megafon deutlich hörbare sogenannte Vorsänger, riefen Zieler in den zweiten 45 Minuten immer wieder Vergleiche mit dem früheren Nationalkeeper Robert Enke zu. Auch hiervon distanzierte sich der 1. FC Köln und bat die Familie Enke gleichfalls um Entschuldigung. Hannover-Schlussmann Robert Enke litt an Depressionen und hatte sich am 10. November 2009 das Leben genommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare