Erfolgreiche Abenteuerreise

(sid) Der FSV Mainz 05 hat auf der Abenteuerreise nach Aserbaidschan seinen historischen ersten Sieg in der Europa League gefeiert. Der Fußball-Bundesligist gewann in Baku beim FK Qäbälä 3:2 (1:0) und hat mit vier Punkten aus zwei Spielen noch alle Chancen, im Europapokal zu überwintern. Yoshinori Muto (41.), Jhon Córdoba (68.) und Levin Öztunali (78.) trafen für das Team von Trainer Martin Schmidt, das sich erstmals für die Gruppenphase qualifiziert hatte. Ruslan Gurbanow per Elfer (57.) und Sergei Zenjov (62.) hatten das Spiel zwischenzeitlich gedreht. "Das war das erwartet schwere Spiel. Qäbälä war bei Kontern gefährlich und wir mussten das Spiel durch Ballbesitzfußball entscheiden", sagte Schmidt.

Der Tabellenachte der Bundesliga brauchte lange, um die Nervosität abzulegen. Deshalb entwickelte sich zunächst nur ein Spiel auf Augenhöhe. Die ersten 20 Minuten vergingen ohne einen gefährlichen Torschuss der Gäste. FSV-Torwart Jonas Lössl hatte dagegen mehr Ballkontakte als den Mainzern lieb sein konnte. Zudem hatten die Rheinhessen Riesenglück, als der Kopfball von Ricardinho nur den Pfosten traf, und Sergei Zenjov beim Nachschuss die Nerven verlor und über das Tor zielte (24.). "Wir merken schon, dass nach den englischen Wochen ein wenig die Frische fehlt", hatte Schmidt zuvor gesagt. Nach dem Ligaspiel am Sonntag beim VfL Wolfsburg werden die Rheinhessen sieben Spiele in drei Wochen absolviert haben. Deshalb rotierte der Mainzer Trainer und veränderte seine Startelf im Vergleich zum 2:3 gegen Bayer Leverkusen am Sonntag auf vier Positionen. Unter anderem bekam der in der Liga gesperrte José Rodriguez eine Bewährungschance im Mittelfeld. Die oft behäbige Kreativabteilung des FSV tat sich zunächst aber schwer, den Defensivbeton der Gastgeber zu knacken. Muto erlöste sein Team, als es zum ersten Mal schnell ging. Gaetan Bussmann leitete einen Ball in den Strafraum weiter, der Japaner legte den Ball an Rafael Santos vorbei und traf ins lange Eck. In der zweiten Halbzeit hatten Pablo de Blasis (46.) und Yunus Malli (50.) jeweils die Chance, mit einem zweiten Treffer für klare Verhältnisse zu sorgen. Aber Qäbälä bestrafte die Chancenauswertung eiskalt. Lössl kam gegen Filip Ozobic im Strafraum zu spät, Gurbanow verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Zenjov schockte die mitgereisten Fans fünf Minuten später zum zweiten Mal. Schmidt reagierte anschließend, wechselte Córdoba und Öztunali ein (67.). Córdoba traf mit seinem ersten Ballkontakt, zehn Minuten später legte Öztunali nach. Qäbälä: Besotosnyi – Mirzabekov, Stankovic, Rafael, Ricardinho – Vernydub (86. Jamalov) – Gurbanov (81. Franjic), Sadigov (81. Mammadov), Ozobic, Zenjov – Dabo. Mainz: Lössl – Brosinski, Bell, Hack, Bussmann – Frei, Rodriguez (67. Öztunali) – Clemens (67. Cordoba), Malli, De Blasis – Muto (84. Serdar). Steno: SR: Mazeika (Litauen). – Tore: 0:1 Muto (41.), 1:1 Gurbanov (57., FE), 2:1 Zenjov (62.), 2:2 Cordoba (68.), 2:3 Öztunali (78.). – Zuschauer: 8500

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