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Lionel Messi trifft per Strafstoß zum entscheidenden 3:2, Leipzigs Keeper Péter Gulácsi kann nichts ausrichten.

Entscheidung durch Messi

(dpa). Die Superstars Lionel Messi und Kylian Mbappé haben das grandios kämpfende RB Leipzig in der Champions League entzaubert und dem deutschen Vizemeister die nächste Niederlage zugefügt. Ein zumindest fragwürdiger Foulelfmeter von Messi (74. Minute) sorgte am Dienstagabend im Prinzenpark für das 3:2 (1:1) für das Star-Ensemble von Paris Saint-Germain.

Zuvor hatte der argentinische Superstar (67.) bereits den Ausgleich erzielt. Vor 48 000 Zuschauern hatten André Silva (28.) und Nordi Mukiele (57.) das Spiel zugunsten von Leipzig gedreht, nachdem PSG durch Mbappé (9.) in Führung gegangen war. Damit hat Leipzig nur noch theoretisch die Chance auf das Achtelfinale.

Leipzig spielte couragiert, machte PSG das Leben extrem schwer - und geriet trotzdem in Rückstand. Messi eroberte am eigenen Strafraum den Ball gegen Silva, Paris konterte über Mbappé. Der pfeilschnelle Weltmeister drehte erst Leipzigs Abwehrboss Willi Orban ein, schickte dann Torwart Gulacsi in die falsche Ecke. Führung. Leipzig holte kurz Luft, befreite sich nach kurzer Auszeit. Marquinhos (25.) rettete vor dem einschussbereiten Lukas Klostermann, mal wieder Navas (27.) hielt einen Versuch von Silva. Doch dann zahlte sich das Pressing aus. Silva eroberte den Ball, der wurde von Nkunku auf den linken Flügel geschlagen. Von dort drosch Angeliño den Ball quer durch den Pariser Strafraum, Silva hielt den Fuß hin - 1:1.

Nach dem Wechsel schaute sich PSG das Spiel einige Minuten an, zog dann das Tempo an. Immer öfter versuchten die Franzosen, Messi in Szene zu setzen, während sich Leipzig um den eigenen Strafraum aufbaute - und auf Konter lauerte. Bei einem packte erneut Angeliño die lange Flanke aus und fand dieses Mal Mukiele, der den Ball in den Winkel drosch. Als es nach einer Überraschung aussah, war Messi schließlich da. Tyler Adams vertändelte den Ball in Bedrängnis, Mbappé nahm ihn auf und passte auf den argentinischen Weltstar. Mit Hilfe das Pfostens glich PSG aus. Eine unbeholfene Aktion von Mohamed Simakan sorgte für Jubel im Prinzenpark. Der Verteidiger schubste Mbappé im Strafraum um, Schiedsrichter Marco Guida aus Italien zeigte auf den Punkt. Messi verwandelte den Elfer. In der Nachspielzeit hämmerte Mbappé noch einen Foulelfmeter über das Tor.

Paris: Navas - Hakimi, Marquinhos, Kimpembe, Mendes - Herrera (61. Wijnaldum), Gueye (61. Pereira), Verratti - Messi, Mbappe, Draxler (90. Kehrer).

Leipzig: Gulacsi - Simakan (83. Poulsen), Orban, Klostermann (70. Gvardiol) - Mukiele, Laimer, Adams, Haidara (62. Moriba), Angelino (83. Henrichs) - Nkunku - Silva (83. Forsberg).

Im Stenogramm: SR: Marco Guida (Italien). - Zuschauer: 47 000. - Tore: 1:0 Mbappe (10.), 1:1 Silva (28.), 1:2 Mukiele (57.), 2:2 Messi (67.), 3:2 Messi (74./Foulelfmeter). - Bes. Vorkommnis: Mbappe verschießt Foulelfmeter (90.+5).

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