1. Gießener Allgemeine
  2. Sport
  3. Sport-Mix

»Endspiel« für Tedesco

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Im Kampf um seinen Job nimmt Domenico Tedesco keine Rücksicht mehr auf Namen und Verdienste. Der angezählte Trainer des abgestürzten Fußball-Vizemeisters Schalke 04 kündigte vor seinem persönlichen Endspiel einen Schnitt an – notfalls auch auf Kosten der Qualität. »Im Abstiegskampf – und da befinden wir uns – zählt für mich in erster Linie der Charakter des Spielers«, sagte der 33-Jährige vor dem Spiel am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport-Player) bei Werder Bremen, das sein letztes als Schalke-Coach sein könnte: »Wir können nicht normal zur Tagesordnung übergehen. Daher wird’s sicherlich was geben.«

Im Kampf um seinen Job nimmt Domenico Tedesco keine Rücksicht mehr auf Namen und Verdienste. Der angezählte Trainer des abgestürzten Fußball-Vizemeisters Schalke 04 kündigte vor seinem persönlichen Endspiel einen Schnitt an – notfalls auch auf Kosten der Qualität. »Im Abstiegskampf – und da befinden wir uns – zählt für mich in erster Linie der Charakter des Spielers«, sagte der 33-Jährige vor dem Spiel am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport-Player) bei Werder Bremen, das sein letztes als Schalke-Coach sein könnte: »Wir können nicht normal zur Tagesordnung übergehen. Daher wird’s sicherlich was geben.«

Namen wollte der Coach, der nach der desaströsen 0:4-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf nur noch auf Bewährung im Amt ist, aber nicht nennen: »Ich bin keiner, der mit dem Finger auf andere zeigt.« Laut Medienberichten reisten am Donnerstag Mark Uth, Amine Harit und Hamza Mendyl nicht mit nach Bremen. Nach sechs Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg und dem Absturz auf Rang 14 fordert Tedesco von der Mannschaft mehr als nur Lippenbekenntnisse. »Die Spieler müssen nicht nach dem Spiel sagen, der Trainer ist der Richtige und hat uns richtig eingestellt. Das braucht kein Mensch, auch ich nicht«, betonte er: »Sie müssen es auf dem Platz zeigen.«

Der neue Sportvorstand Jochen Schneider hatte etwas überraschend an Tedesco festgehalten – bis auf Weiteres. »Interessant ist nicht, was in den nächsten drei, vier Wochen, sondern was am Freitag passiert. Wir legen alles in dieses Spiel«, hatte der Nachfolger von Christian Heidel bei seiner Vorstellung am Dienstag erklärt.

Die entscheidende Frage für Tedesco ist: Auf welche Spieler kann er überhaupt noch bauen? Führungsspieler wie Weltmeister Benedikt Höwedes oder Naldo hat der junge Coach demontiert und in die Flucht geschlagen. Der aktuelle Kapitän Ralf Fährmann, der ihn lange in der Öffentlichkeit stützte, ist auf die Bank verbannt. Die Zahl derer, die ihm bedingungslos folgen, ist erheblich geschrumpft.

Das größte Problem in der gespaltenen Mannschaft ist die französischsprachige Fraktion um Harit. Der Marokkaner, der im Lamborghini zum Training fährt, ist unter anderem wegen seiner Casino-Besuche vereinsintern schon länger unter besonderer Beobachtung. Tedesco wollte ihn im Winter verkaufen, Heidel legte sein Veto ein. Harits Landsmann Hamza Mendyl, der Algerier Nabil Bentaleb und der Senegalese Salif Sane zählen zu dieser »French Connection«, die angeblich durch Disziplinlosigkeiten auffiel und sich von den anderen Spielern absonderte.

Auch interessant

Kommentare