Ende der Siegesserie

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(sid). Nils Petersen drehte in seiner schwarzen Winterjacke noch eine kleine Runde über den Platz und lachte. Mit seinem unglaublichen Torriecher hat der Superjoker dafür gesorgt, dass die Siegesserie von Eintracht Frankfurt gerissen ist. Nach zuvor vier Dreiern in Folge kamen die Hessen zum Hinrundenabschluss der Fußball-Bundesliga nicht über ein 2:2 (1:1) beim SC Freiburg hinaus.

Der eingewechselte Petersen (63.) und Roland Sallai (32.) trafen für die Freiburger (24 Punkte), die vor ihrer Niederlage bei Bayern München (1:2) fünf Siege in Folge eingefahren hatten. Ein Treffer von Amin Younes (6.) und ein Eigentor von Keven Schlotterbeck (75.) sorgten für das Unentschieden, durch das die Eintracht 27 Zähler hat.

»Nach dem 1:1 war es ausgeglichen, vorher hätten wir schon mehr machen können«, sagte Djibril Sow, der das erste Frankfurter Tor vorbereitet hatte, bei Sky: »Insgesamt hatten wir zu viele Ballverluste, sonst hätten es auch drei Punkte werden können.«

Beim Geisterspiel im Schwarzwaldstadion liefen die Gäste nach dem Karriereende von Kapitän David Abraham mit Routinier Makoto Hasebe als Spielführer auf. Star-Rückkehrer Luka Jovic saß wie bei seinem erfolgreichen Joker-Debüt mit zwei Toren gegen Schalke 04 (3:1) zunächst auf der Bank.

»Luka ist noch nicht ganz so in Schwung, dass er von Anfang an spielen kann«, sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter: »Aber es ist gut zu wissen, so einen Klassespieler auf der Bank zu haben.«

Die Frankfurter bestimmten in der Anfangsphase das Geschehen. Gleich die erste Chance der Hessen nutzte Younes zur Führung. Bei dem Gegentreffer waren Abstimmungsprobleme in der umformierten Freiburger Defensive unübersehbar.

Das machte sich auch nach dem Rückstand bemerkbar: Das zweite Tor für die Eintracht lag in der Luft. Erst nach einer knappen Viertelstunde kam der SC besser zum Zug und gestaltete das Spiel weitgehend ausgeglichen - gefährlicher blieb aber auch Mitte der ersten Hälfte die Eintracht. Der Ausgleich durch das fünfte Saisontor des Ungarn Sallai nach Vorarbeit von Ermedin Demirovic fiel überraschend.

In der 39. Minute hatte Eintracht-Torjäger Andre Silva die erneute Führung für die Gäste auf dem Fuß. Der Portugiese scheiterte aber nach einer starken Einzelleistung an SC-Torwart Florian Müller. Nur Sekunden später war der Keeper bei einem Kopfball von Martin Hinteregger nach einer Ecke erneut zur Stelle und verhinderte einen möglichen Rückstand.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Hütter den Japaner Daichi Kamada für Aymen Barkok, der als Folge einer Verwarnung in der ersten Hälfte im kommenden Spiel am Samstag bei Arminia Bielefeld gesperrt sein wird. Kamada hatte schon nach 30 Sekunden eine erste Möglichkeit.

Auf der Gegenseite traf Petersen fünf Minuten nach seiner Einwechslung. Als Reaktion auf den Rückstand kam Jovic in der 66. Minute für Hasebe. Nach einem Schuss von Kamada bugsierte Schlotterbeck den Ball über die eigene Torlinie und besorgte mit seinem Eigentor den 2:2-Endstand, wobei Frankfurt 58 Prozent Ballbesitz aufwies.

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