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Eintracht will den Schwung mitnehmen

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Eintracht Frankfurt startet gegen das Top-Team Bayer Leverkusen ins neue Jahr. Trainer Hütter muss Rode ersetzen. Doch auch die Werkself hat nach zwei Corona-Fällen Personal- probleme.

Auch für Eintracht Frankfurt beginnt der Alltag Bundesliga im neuen Jahr so früh wie nie, nämlich schon am heutigen Samstag (15.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Über die Stränge habe in der Silvesternacht daher keiner seiner Fußballer geschlagen, beteuert Chefcoach Adi Hütter (Bild). "Ich habe ihnen nicht explizit gesagt, dass sie um halb eins im Bett sein müssen." Von Profis erwarte er einfach, dass sie sich entsprechend verhalten.

Der Anfang der Woche durchgeführte Laktattest sei "absolut toll" ausgefallen, sagte der Trainer fast schon überschwänglich. "Es war einer der besten Tests überhaupt." Das ganze Team wirke auf ihn sehr fokussiert. Auf die Hessen wartet mit dem Rangzweiten aus Leverkusen eine verdammt harte Nuss.

An die Heimspiele gegen Bayer hat der Coach beste Erinnerungen, zwei Siege (3:0 und 2:1) in zwei mitreißenden Partien stehen zu Buche. Jedoch: Die Werkself gilt als absolut positive Überraschung der Saison. Doch auch die Eintracht ist gut drauf, der 2:0-Erfolg kurz vor Weihnachten gegen den FC Augsburg sei "Balsam" gewesen, urteilt Hütter, "der Sieg hat Ruhe gebracht". Nun gehe es darum, "den Schwung mitzunehmen".

Klar ist, dass der Coach Sebastian Rode ersetzen muss, der sich in Augsburg die fünfte Gelbe Karte abgeholt hat und folglich gesperrt ist. Vieles spricht dafür, dass der oft gescholtene und vom Trainer genauso oft beschützte Stefan Ilsanker den 30-Jährigen vertreten wird. "Oder wir gehen noch höheres Risiko", wirft Hütter ein. Das würde bedeuten, dass ein zusätzlicher spielstarker Spieler wie Daichi Kamada ins Team rücken würde. "Das wäre dann der sechste Gang", bedeutet Hütter lächelnd. Viel spricht nicht für diese Variante.

Bei Bayer fehlen unter anderem die Bender-Brüder und die Linksverteidiger Wendell und Sinkgraven nach positiven Corona-Tests.

Jovic oder Zirkzee als Dost-Ersatz?

Ein neuer Stürmer wird heute noch nicht mit dabei sein. Das geht aufgrund der Regularien (zwei negative Corona-Tests) gar nicht, aber es ist unglücklicherweise auch noch gar keiner gefunden, der den gen Brügge abgewanderten Bas Dost ersetzen soll. Für Coach Hütter war der Abgang des Niederländers schon ein schwerer Schlag. "Das ist ein Verlust. Es kam für mich überraschend, das war kein schönes Weihnachtsgeschenk." Doch die Absicht des Spielers stand unumstößlich fest. Für den 50-Jährigen stand logischerweise ruckzuck fest, dass "ein adäquater Ersatz" geholt werden müsse.

Es schließt sich laut Hütter eine Grundsatzfrage an: "Holen wir jemanden fix oder können wir jemanden ausleihen bis Sommer?" Dann werde der Spielermarkt wieder größer, dann kommen Topakteure zu moderateren Preisen auf den Markt. Hütter umschreibt das Anforderungsprofil so: "Wir wollen jemanden finden, der einen gewissen Speed, ein gutes Tempo und physische Präsenz hat, einen, der sich durchsetzen kann", bekundete der Fußballlehrer.

Ob das vielleicht Luka Jovic sein wird? Hütter hat die Tür für den Ex-Eintrachtler jedenfalls nicht zugeschlagen, sondern einen Spalt breit geöffnet. "Dass er gehandelt wird, liegt auf der Hand. Ich kann mir auch vorstellen, dass Luka nix dagegen hätte, wieder in Frankfurt zu spielen." Aber, setzt der Österreicher nach, man wisse ja, wie viel der Serbe bei Real Madrid verdiene, nämlich rund zehn Millionen Euro per annum. Ob so ein Leihgeschäft also zu stemmen sei, wisse er nicht: "Da bin ich der falsche Ansprechpartner."

Auch Bayern-Jungstürmer Joshua Zirkzee sei ein "interessanter Spieler", aber da "müssen sich beide Parteien näherkommen". Dem Vernehmen nach hätte die Eintracht gerne eine Kaufoption im auszuhandelnden Leihvertrag. FOTO: DPA

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