Vorteil für Frankfurt? Gastgeber 1. FC Köln muss am Sonntag ohne Kapitän Jonas Hector auskommen. FOTO: AFP
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Vorteil für Frankfurt? Gastgeber 1. FC Köln muss am Sonntag ohne Kapitän Jonas Hector auskommen. FOTO: AFP

Eintracht voller Tatendrang

  • vonDPA
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Seit drei Spielen ist Eintracht Frankfurt ungeschlagen. Das soll so bleiben. Auch beim 1. FC Köln ist ein Erfolg das Ziel. Schließlich würde ein weiterer Sieg auch Auftrieb für das folgende Topspiel beim FC Bayern München geben.

Cheftrainer Adi Hütter will mit Eintracht Frankfurt beim 1. FC Köln in der Erfolgsspur bleiben. "Es wäre toll, wenn wir voll punkten könnten", sagte der Österreicher vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr/Sky). "Wenn wir auftreten wie zuletzt, bin ich zuversichtlich, dass wir auch in Köln gewinnen." Der starke Auftakt der Fußball-Bundes- ligasaison habe das "gesunde Selbstbewusstsein" seiner Profis gestärkt. Ein weiterer Sieg würde die Hessen zudem noch mehr für das danach folgende Gastspiel beim Champions-League-Gewinner FC Bayern München beflügeln.

"Es wäre ideal, wenn wir ungeschlagen nach München fahren könnten. Und es wäre ein Superstart", sagte Hütter am Freitag, dessen Team seit fünf Auswärtsspielen in Liga eins ungeschlagen ist. Dass der gute Lauf durch die Länderspielpause beeinträchtigt werden könnte, befürchtet der 50-Jährige nicht. "Grundsätzlich habe ich keine Angst vor einem Knick. Es wird aber kein Selbstläufer", meinte er. "Der Gegner ist angeschlagen, aber angeschlagene Gegner sind gefährlich."

Dass seine Spieler die kriselnden Domstädter unterschätzen könnten, erwartet Hütter nicht. "Wenn ich sehe, dass die Mannschaft sehr gut trainiert, habe ich ein gutes Gefühl. Das ist aktuell der Fall, aber keine Garantie für das Spiel", sagte er und mahnte: "Wenn sich Nachlässigkeiten einschleichen, hebe ich natürlich den Finger."

Entwarnung konnte er für die von den Länderspielen zurückgekehrten Martin Hinteregger und André Silva geben. "Den Nationalspielern geht es gut", berichtete Hütter am Freitag. "Martin hat einen Schlag abbekommen, trainiert aber wieder." Hinteregger spielte mit Österreich in Rumänien (1:0). Auch einem Einsatz von Stürmer Silva stehe nichts im Wege. Er war mit der portugiesischen Nationalmannschaft unterwegs gewesen, bei der der positive Corona-Test von Superstar Cristiano Ronaldo für Aufsehen sorgte. "André ist getestet worden und das Ergebnis war negativ", so Hütter.

Dafür wird dem Tabellendritten aus Frankfurt weiterhin Offensivspieler Filip Kostic (Teilanriss des Innenbandes im rechten Knie) fehlen. Auch Angreifer Ragnar Ache (Sehnenverletzung) fällt aus. Dafür ist Evan Ndicka wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. "Evan ist wieder voll belastbar und körperlich in einem Topzustand", sagte Hütter.

Offen ließ er, ob er die Neuzugänge Amin Younes und Ajdin Hrustic für den Köln-Kader nominieren wird. "Amin hat zuletzt nicht viel Spielpraxis sammeln können. Trotz allem sehe ich jeden Tag, wie er arbeitet", sagte Hütter. "Er und Ajdin Hrustic sind sehr wissbegierig, schnellstmöglich unseren Spielstil zu lernen. Sie haben eine große Spielintelligenz." Keine Klage wollte er anstimmen, dass sich in der sich verschärfenden Pandemie-Situation nur 300 Zuschauer ins Stadion dürfen. Vielmehr rief er zu Vernunft in dieser Lage auf. "Ich kann nur an alle Menschen appellieren, dass wir uns daran erinnern müssen, die Hygienemaßnahmen zu befolgen", sagte Hütter. "Deshalb wird, denke ich, in nächster Zeit viel darauf geachtet. Wir als Vorbilder müssen das vorleben."

Köln ohne Hector

Der noch punktlose 1. FC Köln muss ohne Kapitän Jonas Hector auskommen. Den 30-Jährigen, der gerade seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat, plagen immer noch Probleme nach seiner vor drei Wochen erlittenen Nackenverletzung. Die Personallage bei den Kölnern hat sich in der Länderspielpause aber entspannt. Überraschend könnte sogar Torjäger Anthony Modeste, der wegen Knieproblemen die gesamte Vorbereitung verpasste, vor dem Comeback stehen.

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