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Spielt er oder spielt er nicht? Die Eintracht bangt für das Heimspiel gegen Union Berlin um den Einsatz ihres Abwehrchefs Martin Hinteregger.

Eintracht hungrig

(dpa/lhe). Die Endphase der Fußball-Bundesliga wird für Eintracht Frankfurt zum spannenden Endspurt um den Einzug in die Champions League. »Alle Spiele sind Endspiele. Es beginnt mit dem 1. FC Union Berlin«, betonte Cheftrainer Adi Hütter vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den Club aus der Hauptstadt. »Dann geht es in den Monat der Wahrheit.

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Damit es nicht am Ende »April, April« heißt, müssen die Hessen noch einige Kräfte mobilisieren, um das »Außergewöhnliche« (Hütter) zu schaffen und erstmals in Europas höchster Liga spielen zu können. Schließlich sind im kommenden Monat in Borussia Dortmund, VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen vier Gegner dabei, die der Eintracht noch ein Bein stellen wollen, können und müssten. »Der Druck ist bei den anderen Clubs«, meinte dennoch Hütter.

Die Frankfurter liegen mit 44 Punkten auf Platz vier und werden am härtesten vom BVB (42) und Bayer (40) bedrängt, während Wolfsburg (3. Rang) vier Zähler vor ihnen und Gladbach (10.) neun Punkte entfernt liegen. »Jeder ist hungrig, und niemand hat wirklich Angst«, beteuerte Mittelfeldspieler Djibril Sow in der »Frankfurter Rundschau.« Die Stimmung sei gut und es stimme einfach alles.

Dass dieses atmosphärische Hoch anhält und nach der Länderspielpause zu weiteren Erfolgen trägt, dürfte auch vom Ausgang des Spiels gegen die Berliner beeinflusst werden. »Sie spielen auch eine gute Saison, aber wir wollen gewinnen«, sagte Hütter, weiß aber auch um die Schwere der Aufgabe gegen den Tabellensiebten, bei dem man in der Hinrunde nur mit einem Kraftakt (3:3) einer Pleite entronnen war.

»Wir haben schon mit einem sehr unangenehmen Gegner zu tun, der taktisch sehr diszipliniert spielt und die laufstärkste Mannschaft der Liga ist«, sagte Hütter. »Es wird ein Abnutzungskampf werden.« Die »Eisernen« sind seit fünf Partien ungeschlagen, Frankfurt seit drei Spielen ohne Sieg.

Die auf Europa fokussierten Gastgeber müssen eventuell auf Abwehrchef Martin Hinteregger verzichten, der am Oberschenkel verletzt ist. »Hinti hat teilweise das Training wieder aufnehmen können«, berichtete Hütter. »Es ist ein Wettlauf mit der Zeit.« Dafür wird der Japaner Daichi Kamada ins offensive Mittelfeld zurückkehren.

Große Hoffnungen setzt der österreichische Coach noch auf den von Real Madrid ausgeliehenen Stürmer Luka Jovic, der bei den ersten drei Einsätzen drei Tore erzielte, seit sieben Spielen aber ohne Treffer ist. »Er muss eine Durststrecke durchlaufen. Es wäre aber schön, wenn sich bewahrheiten würde, dass er nach hinten heraus der Spieler sein würde, der für uns Spiele gewinnt«, sagte Hütter am Donnerstag.

Dass am Saisonende nicht etwa der Start in der Königsklasse oder in der Europa League herausspringen sollte, sondern nur die neue Conference League erreicht werden könnte, damit will sich Hütter nicht befassen: »Wir wollen vorne drin bleiben. Die Conference League ist noch mal etwas anderes. Darüber denke ich nicht nach.«

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