+

Eintracht bereit für den Start

  • vonDPA
    schließen

Es geht wieder los für die Frankfurter Eintracht. Im ersten Bundesligaspiel ist Arminia Bielefeld heute Nachmittag der Gegner. Trainer Hütter mahnt seine Spieler, den Aufsteiger nicht zu unterschätzen. Ein erfolgreicher Start wäre wichtig. Denn: Hütter träumt von Europa.

Es ist trotz des sehr späten Saisonstarts längst noch nicht Weihnachten. Eintracht-Trainer Adi Hütter hat aber schon jetzt einen großen Wunsch. "Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann die Schlagzeile: Eintracht spielt international. Das würde mir gefallen", sagte der 50-jährige Österreicher vor dem ersten Spiel in der Fußball-Bundesliga am heutigen Samstag gegen Arminia Bielefeld (15.30 Uhr/Sky). "Doch das ist ein sehr, sehr großes Ziel."

Auch die Erwartungen von Sportvorstand Fredi Bobic an das Team um Routinier Makoto Hasebe (Bild) zielen nach den Europa-League-Teilnahmen in die gleiche Richtung: "Ich sehe uns als Jäger, die da vorne reinstoßen wollen. Wir werden alles dransetzen, wieder eine richtig gute Rolle zu spielen und mindestens einen einstelligen Platz zu erreichen", erklärte er - nicht ohne hinzuzufügen, dass "Europa wieder unsere Sehnsucht" sei.

Um diese kühnen Träumereien nicht gleich zu dämpfen, darf sich der Tabellenneunte des Vorjahres gegen den Aufsteiger keinen Blöße erlauben. Deshalb warnte Hütter eindringlich, die Partie nicht wie "eine gemähte Wiese" zu sehen und zu glauben, sie sei schon vorher gewonnen. "Im Spazieren wird das nicht gehen." Wie in den letzten zwei Spielzeiten unter seiner Regie wolle man zum Auftakt siegen: "Wir wünschen uns einen positiven Start. Die Bielefelder können gut Fußball spielen. Da müssen wir dagegenhalten."

Das große Ziel, wieder in die Europa League zurückzukehren, liegt in weiter Ferne. Zumal die bisherige Transferpolitik der Hessen diesen Wunsch nicht befördert. Abgesehen von Steven Zuber, der von der TSG 1899 Hoffenheim gekommen ist, gab es noch keinen arrivierten Zugang, dafür aber vor wenigen Tagen die Ausleihe von Stürmer Gonçalo Paciência an den FC Schalke 04. Mit der Anzahl seiner Offensivkräfte (drei) ist Hütter grundsätzlich einverstanden, weshalb er zustimmte, Paciencia an die Königsblauen abzugeben, die den Portugiesen übrigens verbindlich kaufen müssen, wenn sie die Klasse halten. "Wir haben unglaubliches Vertrauen in diesen Kader. Ich habe schon jetzt ein gutes Gefühl bei dieser Mannschaft", sagte Hütter dennoch pflichtgemäß. Transfers sind immerhin noch bis zum 5. Oktober möglich. "Da kann noch einiges passieren. Ich sage nicht, dass keiner kommt, sage aber auch nicht, dass einer kommt", meinte er.

Hütter freut sich auf die Fans

Etwas konkreter wurde Hütter, was die Personalsituation gegen Arminia Bielefeld angeht. Verteidiger Evan N’Dicka kann nicht spielen. Der Franzose hatte sich im DFB-Pokalspiel beim Drittligisten TSV 1860 München eine Verletzung am Syndesmoseband zugezogen. Für ihn rückt wohl Hasebe ins Team. Dagegen wird Offensivspieler Filip Kostic, der zuletzt im Pokalspiel wegen einer Sperre nicht eingesetzt werden durfte, in der Startformation stehen.

Dass im ersten Saisonspiel zumindest 6500 Zuschauer zugelassen werden, begrüßte Hütter. "Es spielt eine kleine emotionale Rolle, denn es ist eine lange Zeit her, dass Zuschauer bei uns im Stadion waren." Keine allzu große Bedeutung hat hingegen, dass die Eintracht seit sechs Pflichtspielen gegen Bielefeld ungeschlagen ist (drei Siege und drei Remis), weil der letzte Erfolg fast 14 Jahre her ist.

Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus gibt heute mit 60 Jahren sein Bundesliga-Debüt. Das Oberhaus kennt er bislang als Assistent, allerdings als sehr erfolgreicher: 2002 gewann er als Co. von Matthias Sammer mit Borussia Dortmund die Meisterschaft. Natürlich setzt der Coach auch auf die Qualitäten von Fabian Klos (32), der als Torschützenkönig der 2. Liga großen Anteil am Arminia-Aufstieg hatte. FOTO: DPA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare