Auch Max Hopp macht sich so seine Gedanken, wie es mit dem Darts-Sport weitergehen könnte. FOTO: DPA
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Auch Max Hopp macht sich so seine Gedanken, wie es mit dem Darts-Sport weitergehen könnte. FOTO: DPA

Einnahmequellen versiegt

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Als viele andere Sportarten schon gestoppt waren, wurde auf der Insel noch Darts gespielt. Doch nun ist auch der Pfeile-Sport zum Erliegen gekommen. Max Hopp schildert, welche finanziellen Folgen das für die nun im Homeoffice konkurrierenden Profi-Spieler hat.

An kreativen Ideen hat es dem Darts-Weltverband PDC noch nie gemangelt. So nutzt er die Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie, um 128 Profis aus ihren Wohnzimmern gegeneinander spielen zu lassen. Deutschlands bester Darts-Profi Max Hopp (23) hingegen hat selbst erst das Pfeiffersche Drüsenfieber hinter sich. Im Interview erzählt er, wie er die Krankheit überstanden hat und welche Auswirkungen die Pandemie auf den Darts-Sport hat.

Herr Hopp, Sie sind vom Pfeifferschen Drüsenfieber wieder genesen. Wann hat es Sie erwischt und wie hat Sie das beeinflusst?

Es hat mich Mitte Februar erwischt, da war die akute Phase. Gott sei dank hat es mit der akuten Phase nicht lange angehalten, ich musste die UK Open aber absagen und hatte immer wieder Rückschläge mit Fieber. Durch die Corona-Pause profitiere ich nun davon, dass ich mich noch länger regenerieren kann. Man darf sechs Wochen vom Arzt verordnet keinen Sport machen. Ich freue mich, dass ich jetzt wieder fit bin.

Die Sportwelt ist derzeit in einer außergewöhnlichen Lage. Wie betrifft Corona den Darts-Sport?

Das steht in den Sternen. Wir sind alle irgendwo als Gesellschaft betroffen, natürlich auch Darts. Wir leben von den Leuten, die in die Hallen strömen. Die Ticketverkäufe machen die Kassen des Verbandes voll. Wie es mit dem Verband aussieht, kann ich nicht sagen. Bei jedem von uns steht das Gesundheitsthema im Vordergrund. Selbst, wenn das Leben hochgefahren wird, glaube ich nicht, dass man schnell wieder in vollen Hallen Darts spielen kann. Da wird es einige Änderungen geben müssen.

Wie ist Ihr persönliches Training beeinflusst?

Das Training ist bei mir ein bisschen reduziert, weil ich nicht das Pensum von vier Stunden brauche. Ich habe viel Fanpost beantwortet, ich habe mich bei WeKickCorona engagiert. Natürlich gucke ich ins familiäre Umfeld, dass meine Eltern versorgt sind. Ich genieße, mich aktuell mal auszukurieren. Wir haben alle sehr hektisch gelebt, vor allem im Sport- und Showgeschäft. Deshalb finde ich es allgemein gut, dass jeder mal zur Ruhe kommt.

Aktuell fehlen Ihnen wichtige Preisgelder, andererseits gibt es derzeit auch keine Reisen zu bezahlen. Vielleicht können Sie die finanzielle Situation kurz skizzieren.

Das ist bei jedem Spieler anders. Jeder hat andere Sorgen, jeder nimmt unterschiedlich ein. Bei uns sind alle Einnahmequellen gestrichen. Wir leben in erster Linie vom Preisgeld, zweitrangig sind die Galas und Shows. Auch Kommentatoren- oder Experten-Jobs, mit den wir einen kleinen Nebenverdienst haben, fallen weg. Als Spieler hast du keine Gelegenheit, irgendetwas einzunehmen. Jeder haushaltet unterschiedlich und jeder lebt unterschiedlich. Ich glaube, dass es uns wirklich hart treffen wird. Auch uns Spieler. Für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs sind Flüge die erste Hürde, die nächste Hürde: Du hast Spieler aus verschiedenen Ländern. Die Abstandsregelung im Publikum muss sich ändern. Der Referee ist nah an der Scheibe.

Welche Maßnahmen ergreift die PDC aktuell?

Es wurde vom Verband angeboten, den Spielern mit Geldnöten einen Vorschuss anzubieten, der später verrechnet wird. Da muss man abwägen, es wurden keine Summen benannt. Das finde ich auf jeden Fall gut.

Könnte es eine Möglichkeit sein, mehr Turniere so abzuhalten wie die Players Championship Turniere, also ohne Publikum?

Das kann ich nicht beurteilen, was der Verband für Rücklagen hat. Da habe ich zu wenige Einblicke. Wenn es nicht anders geht, werden wir es so machen müssen. Spiele ohne Zuschauer wären die ersten Schritte, man bräuchte dann auch nicht die ganz großen Hallen. Da würde es auch eine gute Sporthalle tun.

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