11. März 2020: Vor dem Achtelfinal-Hinspiel Eintracht Frankfurt - FC Basel machen sich die Frankfurter (v. l.) David Abraham, Timothy Chandler und Torwart Kevin Trapp auf dem Weg zum Trainingsplatz. Geht es nach der DFL, dann sollen alle Bundesligisten zeitgleich am 6. April wieder die Übungsstunden aufnehmen. ARCHIVFOTO: DPA
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11. März 2020: Vor dem Achtelfinal-Hinspiel Eintracht Frankfurt - FC Basel machen sich die Frankfurter (v. l.) David Abraham, Timothy Chandler und Torwart Kevin Trapp auf dem Weg zum Trainingsplatz. Geht es nach der DFL, dann sollen alle Bundesligisten zeitgleich am 6. April wieder die Übungsstunden aufnehmen. ARCHIVFOTO: DPA

Einheitliches Vorgehen

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Um die Chancengleichheit möglichst zu wahren, sollen die Bundesligisten gleichzeitig wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen. Ob dies allerdings möglich ist, erscheint angesichts der unvorhersehbaren Corona-Entwicklung fraglich.

Eigentlich wollte Oliver Ruhnert den Fans von Union Berlin nur die "neue Information" überbringen, mit seiner Twitter-Botschaft verriet der Sportchef der Eisernen jedoch ein pikantes Detail. "Auf Bitten der DFL", erklärte Ruhnert nämlich, werde seine Mannschaft erst am 6. April wieder zusammen auf dem Platz stehen. Und genau so soll es doch bitte in München sein. Und in Bremen. Auch in Köln. Einfach bundesweit.

Nach SID-Informationen erhielten die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Liga ein Schreiben der Deutschen Fußball-Liga (DFL), in dem ein einheitliches Vorgehen erwünscht ist. Da die DFL die Vereine in Sachen Training aber gar nicht bevormunden darf, ist es weniger als Vorschrift, sondern wie von Ruhnert angesprochen als wünschenswerte Maßnahme gedacht.

Zudem verschickte die DFL das Schreiben, das nach der jüngsten Präsidiumssitzung am Dienstag aufgesetzt worden war, vor allem auf Initiative der Vereine. Der Grund: Angst vor Wettbewerbsverzerrung. Dass der Druck der Vereine ausschlaggebend war, macht Sinn, da im neunköpfigen DFL-Präsidium sieben Vereinsvertreter sitzen.

"Die Entscheidung, ob ein Mannschaftstraining möglich ist oder nicht, sollte zwingend ligaweit einheitlich geregelt werden, um eine Wettbewerbsgleichheit herzustellen", sagte Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann. Die unterschiedlichen behördlichen Vorgaben lassen das nämlich nur schwer zu. Während beispielsweise der FC Augsburg und der VfL Wolfsburg für ein körperloses Kleingruppentraining ihr Homeoffice verließen, machten der Hamburger SV und der FC St. Pauli von einer Ausnahmeregelung ebenso wie der 1. FC Köln keinen Gebrauch.

"Das wäre das falsche Signal", sagte Alexander Wehrle, Finanzchef des 1. FC Köln und Mitglied im DFL-Präsidium, dem Express. "Wenn die Kontaktsperre aufgehoben ist, muss aber wieder Gruppentraining möglich sein. Alles andere käme einem Berufsverbot gleich." Ob die einheitliche Regelung bis dahin aber umgesetzt werden kann, erscheint angesichts der unvorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie fraglich.

Timo Hübers (Hannover 96), erster Corona-Fall im deutschen Profifußball, ist am Mittwoch wieder als gesund eingestuft und damit nach 14 Tagen von seiner häuslichen Quarantäne befreit worden. Die Profis von Eintracht Frankfurt hingegen befinden sich nach positiven Tests bei zwei Spielern und zwei Mitgliedern des Betreuerstabs mittendrin.

Wenn aber zwei bis drei positive Fälle genügen, um Pläne eines bundesweit gemeinschaftlichen Trainings für mehrere Wochen zu verhindern, bleiben nur zwei Optionen: Einzelgänge oder Homeoffice.

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