Am Mittwoch in München vorgestellt: der neu verpflichtete Tanguy Nianzou Kouassi. FOTO: DPA
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Am Mittwoch in München vorgestellt: der neu verpflichtete Tanguy Nianzou Kouassi. FOTO: DPA

Eine neue Ära beginnt

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Der Wechsel von Leroy Sané von Manchester City zum FC Bayern München scheint nach fast einjähriger Hängepartie endlich fix zu sein. Hat sich nun der Transfer von Kai Havertz erledigt?

Hasan Salihamidzic lobte den neuen Star in höchsten Tönen. Von einer "absoluten Verstärkung" und einer "großen Karriere" schwärmte der sichtlich stolze Sportvorstand von Bayern München. Doch er präsentierte an seinem ersten Arbeitstag in neuer Rolle nicht Königstransfer Leroy Sané, sondern erst einmal "nur" das erst 18 Jahre alte Toptalent Tanguy Nianzou Kouassi.

Doch der ersehnte Wechsel von Wunschspieler Sané von Manchester City zum FC Bayern steht nach fast einjährigem Hin und Her kurz bevor. Salihamidzic bestätigte am Mittwoch "sehr gute Gespräche mit dem Management von Leroy und Manchester City", forderte aber "noch ein bisschen" Geduld. Citys Teammanager Pep Guardiola bestätigte den Millionen-Deal aber nur wenige Minuten später quasi. Es fehlten nur noch "Kleinigkeiten", sagte er: "Es sieht so aus, als würde er nach München gehen. Es wird ein neues Kapitel für ihn bei diesem fantastischen Klub."

Sané kam m Mittwochabend bereits in München an, wie die "Bild" sowie die Sender Sky und BR berichteten. Nach der Landung mit einem Privatjet stand demnach der erste Teil des Medizinchecks an. An diesem Donnerstag soll der zweite Teil folgen. Der 24-Jährige war sich schon länger mit den Münchnern einig, nun sollen auch die Klubs eine Übereinkunft getroffen haben. Die Ablösesumme liegt demnach bei 49 Millionen Euro plus bis zu elf Millionen Boni. Noch vor einem Jahr und Sanés Kreuzbandriss verlangten die Citizens stolze 120 Millionen.

Uli Hoeneß schwärmte schon vor Wochen. Mit Sané, aber auch mit Kingsley Coman oder Serge Gnabry verfüge der FC Bayern über eine "junge, entwicklungsfähige Mannschaft. Ich kann mir gut vorstellen, wenn alles optimal läuft, dass gerade eine neue Ära beginnt", sagte der Ehrenpräsident des Rekordmeisters.

Durch die Verpflichtung von Sané, der angeblich einen Fünfjahresvertrag bis 2025 unterschreibt und rund 20 Millionen brutto verdienen soll, dürfte ein Transfer von Leverkusens Kai Havertz nach München im Sommer wenig wahrscheinlich sein. Zumal Bayer, das am Samstag (20 Uhr/ARD und Sky) im DFB-Pokalfinale auf die Bayern trifft, weiterhin über 100 Millionen Euro Ablöse für den 21 Jahre alten Jungstar fordern soll.

So oder so: Die Münchner sind durch den Sané-Deal bereits gut aufgestellt. In Kouassi von Paris St. Germain, der ablösefrei ist und bis 2024 unterschrieb, verpflichtete der Rekordmeister "eines der größten Talente in Europa", sagte Salihamidzic. Und Sané ist eben der von ihm zuletzt versprochene "internationale Star, der die Qualität unserer Mannschaft hebt und der Mannschaft hilft, unseren Zuschauern attraktiven Fußball zu bieten". Der Offensivspieler hatte erst in der vergangenen Woche nach 323-tägiger Pause sein Comeback in Citys Premier-League-Team gefeiert. Sané habe "eine besondere Qualität", lobte Guardiola: "Ich hätte ihn gerne hier behalten, aber er glaubt, dass er dort besser aufgehoben und glücklicher ist." Sané ist allerdings im Finalturnier der Champions League nicht für die Bayern spielberechtigt. Aber auch Manchester City, für das er in Lissabon auflaufen dürfte, verzichtet offenbar auf seine Dienste.

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