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Auftakt geglückt: Lukas Reichel (r.) und das deutsche Nationalteam gewinnen zum WM-Start in Riga gegen die gebeutelten Italiener deutlich. Heute wartet im zweiten Vorrundenspiel Norwegen auf die DEB-Auswahl.

Eine klare Sache

  • VonDPA
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Der WM-Auftakt des Eishockey-Nationalteams ist gelungen. Das Team gerät gegen den krassen Außenseiter Italien im ersten Drittel zwar in Rückstand, behauptet sich dann aber souverän. Am Samstag dürfte es schwieriger werden.

Nach dem höchsten WM-Sieg überhaupt gegen Außenseiter Italien zum Turnierstart müssen Deutschlands Eishockey-Cracks für den geplanten Coup nur 20 Stunden später schon wieder nachlegen. Auf das deutliche 9:4 (2:2, 5:0, 2:2) gegen die coronageplagten Azzurri folgt am Samstagmittag gegen Norwegen (11.15 Uhr/Sport1) die härtere Aufgabe. Die letzten drei WM-Duelle gegen die Skandinavier gingen verloren. »Wir müssen direkter aufs Tor spielen«, forderte Bundestrainer Toni Söderholm, »aber ich mache mir keine Sorgen. Ich weiß, dass die Spieler bereit sind.«

G egen die nach 15 Corona-Fällen ersatzgeschwächten Italiener ohne Chefcoach waren am Freitag in Riga der zum besten Spieler der Deutschen Eishockey-Liga gekürte Marcel Noebels gleich zweimal (35. Minute/39.) sowie Tom Kühnhackl (16.), Moritz Müller (19.), Tobias Rieder (25.), Frederik Tiffels (28.), Lukas Reichel (38.), Matthias Plachta (43.) und Leo Pföderl (49.) erfolgreich.

»Im Großen und Ganzen können wir mit dem Start zufrieden sein«, sagte Kühnhackl bei Sport1: »Wir können zufrieden sein mit dem Ergebnis, aber das erste Drittel war nicht so, wie wir es uns vorgenommen haben. Ich glaube, dass es im Turnierverlauf besser wird.«

Schönheitsfehler waren die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Jonas Müller nach einem Bandencheck und insgesamt vier Gegentore durch Alex Petan (18.), Luca Frigo (19.), Anthony Bardaro (44.) und Kapitän Daniel Frank (45.).

Der Start ins Spiel gegen die Italiener, die ohne etliche Stammkräfte und unter anderem zunächst auch noch ohne Cheftrainer Greg Ireland auskommen mussten, verlief für die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm noch holprig. Erst ein beherztes Nachsetzen von Mannheims Nico Krämmer ermöglichte die Führung. Der zweimalige Stanley-Cup-Champion Kühnhackl erzielte sein viertes Tor im erst sechsten Länderspiel.

Die nur etwa zur Hälfte aus Vollprofis zusammengestellten Italiener sorgten durch einen Doppelschlag binnen 25 Sekunden nach Fehlern in der deutschen Abwehr für die überraschende Führung. Die Reaktion des Favoriten war indes überzeugend. Kapitän Müller von den Kölner Haien schoss noch vor der ersten Drittelpause den Ausgleich. Im Mittelabschnitt war erneut die Landshut-Reihe mit Kühnhackl, Krämmer und Rieder erfolgreich. Rieder von den Buffalo Sabres schoss das 3:2 per Rückhand-Schuss. Ab da lief es nun im deutschen Spiel.

Der Kölner Tiffels sowie die Berliner Reihe mit zwei Toren vom besten DEL-Spieler Noebels und Reichel machten noch vor der zweiten Pause alles klar. Im Schlussdrittel ging das Torspektakel weiter. Nach dem Spiel gegen Norwegen steht am Pfingstmontag (19.15 Uhr/Sport1) die nächste Partie gegen den 26-maligen Weltmeister Kanada an, der am Freitag überraschend in seinem ersten Spiel mit 0:2 gegen Lettland unterlag.

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