Eine Frage von Stunden

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Pierre-Emerick Aubameyang pflegte seinen Ruf als Provokateur. Doch diesmal warteten nicht sein Trainer und seine Mitspieler, sondern Richter, Anwälte und zahlreiche Kamera-Teams vergeblich auf den Dortmunder Fußball-Profi, der am Montag unmittelbar vor einem Wechsel zum FC Arsenal stand. Der beim Prozess um den Bombenanschlag auf das BVB-Team als Zeuge vorgeladene Torjäger ließ sich entschuldigen. "Er wird heute nicht aussagen, weil er erkrankt ist", erklärte Anwalt Alfons Becker zu Beginn des fünften Verhandlungstages vor dem Dortmunder Schwurgericht.

Pierre-Emerick Aubameyang pflegte seinen Ruf als Provokateur. Doch diesmal warteten nicht sein Trainer und seine Mitspieler, sondern Richter, Anwälte und zahlreiche Kamera-Teams vergeblich auf den Dortmunder Fußball-Profi, der am Montag unmittelbar vor einem Wechsel zum FC Arsenal stand. Der beim Prozess um den Bombenanschlag auf das BVB-Team als Zeuge vorgeladene Torjäger ließ sich entschuldigen. "Er wird heute nicht aussagen, weil er erkrankt ist", erklärte Anwalt Alfons Becker zu Beginn des fünften Verhandlungstages vor dem Dortmunder Schwurgericht.

Mit dem Thema Borussia Dortmund scheint der zuletzt wegen seiner Unzuverlässigkeit in Verruf geratene 28-Jährige ohnehin abgeschlossen zu haben. Schließlich ist sein Wechsel nach London fast besiegelt: Offenbar haben Arsenal und Dortmund nach tagelangen Verhandlungen eine Einigung über die Ablöse erzielt. Wie der britische Sender BBC und Sky Sports News berichteten, soll der BVB umgerechnet rund 68 Millionen Euro für den Torjäger kassieren. Deutsche Medien gehen dagegen von einem Erlös zwischen 63 und 65 Millionen Euro aus. Der BVB wollte den Stand der Verhandlungen am Montag nicht kommentieren. Aubameyang soll auf der Insel zehn Millionen Euro netto pro Jahr plus Prämien kassieren.

Dass im Gegenzug Arsenal-Stürmer Olivier Giroud auf Leihbasis zum BVB wechselt, erscheint indes unwahrscheinlich. Dem Vernehmen nach hat sich der Franzose aus privaten Gründen für einen Verbleib in London entschieden und wird mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht.

Dass der beim chinesischen Club Tianjin Quanjian unzufriedene ehemalige Kölner Anthony Modeste beim BVB die Nachfolge von Aubameyang antritt, bezeichnete dessen Berater als unwahrscheinlich. "Bislang gab es keinen direkten Kontakt zum BVB. Das Transferfenster ist nur noch kurze Zeit offen. Ich denke, die Zeit wird nicht reichen, um einen Wechsel zu realisieren", sagte Patrick Touti Mendy der Funke Mediengruppe. Als weiterer Kandidat gilt der 24 Jahre alte Belgier Michy Batshuayi vom FC Chelsea. Der anstehende Transfer des Nachwuchsspielers Sergio Gomez hat mit der Trennung von Aubameyang nur wenig zu tun. Wie spanische und deutsche Medien übereinstimmend meldeten, soll der 17 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler vom FC Barcelona zum Revierclub wechseln. Gomez gilt als eines der größten Talente in Europa. (Foto: dpa)

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