In eine bessere Welt

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(dpa). Der frühere russische Schach-Weltmeister Garry Kasparow hofft, dass die Coronavirus-Pandemie neben ihren negativen wirtschaftlichen Auswirkungen dennoch auch positive Denkanstöße für die Zukunft auslöst. "Es wird an uns liegen, hart dafür zu arbeiten, diese Krise dafür zu nutzen, um mit einer besseren Welt zurückzukehren - und nicht zu dem Status quo, der uns hierhergebracht hat", sagte der 57-Jährige der "Bild am Sonntag".

Zugleich solle man aber trotz der unvorhersehbaren Auswirkungen der Krise auf das Leben aller nicht erwarten, "dass sie alles verändern wird. Die Menschen werden sich sehr danach sehnen, zum üblichen Geschäft zurückzukehren."

Für Kasparow, der derzeit als nichtspielender Kapitän eines europäischen Mix-Teams am Online-Schachturnier "Nations Cup" teilnimmt, ist es dennoch möglich, "dass die Geld-Besessenheit der Sportwelt - oder auch der gesamten Welt - in Zukunft als oberflächlich oder sogar unmoralisch gesehen wird. Vor allem im Lichte dieser Krise, bei der es um Leben und Tod geht."

Das Online-Turnier, an dem zudem Russland, China, Indien, die USA und ein Team aus dem Rest der Welt teilnehmen, ist für Kasparow ein "schöner Weg, um Schach ins Rampenlicht zu bringen und um für etwas Unterhaltung in dieser schweren Zeit zu sorgen", sagte der 57-Jährige.

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