Eine Absage jagt die nächste

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(sid). Neun Monate hatte Toni Söderholm sehnsüchtig auf diesen Moment gewartet - und dann das! Ein positiver Corona-Test, Quarantäne statt Deutschland-Cup. "Das ist ganz klar die größte persönliche Enttäuschung, die ich selbst als Spieler oder Trainer erlebt habe", sagte der Eishockey-Bundestrainer völlig frustriert.

Söderholms coronabedingte Absage passt ins Bild, die Austragung des Deutschland-Cups (5. bis 8. November) in Krefeld steht unter keinem guten Stern. Inmitten der zweiten Corona-Welle ereilte die Organisatoren eine schlechte Nachricht nach der anderen: Zuerst sagten die Teams aus Russland, der Slowakei und Schweiz ab, dann zog auch noch Ersatzkandidat Norwegen wegen eines positiven Tests seines Kapitäns Jonas Holös zurück. Und schließlich verordneten die Behörden ein Zuschauerverbot.

Nun muss das Turnier ohne Fans und im geänderten Modus mit nur drei Mannschaften stattfinden, wobei neben der deutschen A-Nationalmannschaft auch ein "Top Team Peking" des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) teilnimmt. Lettland macht als drittes Team das Event überhaupt möglich. Dennoch stellt sich immer mehr die Frage nach dem Sinn des Turniers. Finanziell wird am Ende ein dickes Minus in der Rechnung stehen, der sportliche Mehrwert - zumal ohne den Bundestrainer an der Bande - dürfte sich ebenfalls in Grenzen halten. Eine Absage kommt für den DEB dennoch nicht infrage. Es sei "wichtig, präsent zu sein und Eishockey präsentieren zu können", sagte Organisationschef Mario Hilble. Seit dem ersten Lockdown ruht der Puck, die Klubs und auch der DEB haben mit massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen.

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