Basketball / NBA

Einäugiger James lässt Lakers jubeln

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(sid). LeBron James sah alles verschwommen, aber aufhalten konnte den Basketball-Superstar keiner. Eingeschränkte Sicht, zehn Meter zum Korb und 58 Sekunden vor Schluss steht es Unentschieden: Für Normalsterbliche wäre in dieser Lage ein Treffer unmöglich, doch der »King« ließ es so leicht aussehen, als er den Dreier spektakulär versenkte - und die Los Angeles Lakers in die NBA-Playoffs warf.

Dass Gegenspieler Draymond Green James eine Minute vorher im Zweikampf versehentlich ins Auge gepikst hatte, war völlig egal. Davon ließ sich James auf der Mission Titelverteidigung nicht stoppen. »Nachdem ich Draymonds Finger im Auge hatte, habe ich buchstäblich drei Körbe gesehen. Also habe ich einfach auf den mittleren geworfen«, sagte James nach dem 103:100-Sieg gegen die Golden State Warriors im Play-in-Turnier. Sogar vom Gegner, in Person des überragenden Steph Curry (37 Punkte), gab es höchsten Respekt: »Die größten Spieler aller Zeiten treffen großartige Würfe - das ist passiert.«

Durch den Erfolg in der Vor-Qualifikation treffen die Lakers um Nationalspieler Dennis Schröder nun in der ersten Play-off-Runde auf die Phoenix Suns. Die Suns waren Zweiter in der Western Conference, während die Lakers nach vielen Verletzungsproblemen nur Siebter geworden waren und im bei James verhassten »Play-in« das Meisterrunden-Ticket lösen mussten.

Und gegen die Warriors lief lange ganz wenig zusammen. »Sie haben uns in der ersten Hälfte aufs Maul gehauen«, analysierte James treffend, denn es ging mit 13 Punkten Rückstand in die Halbzeit. Im spannenden Schlussviertel wechselte dreimal die Führung, ehe James bei ablaufender Wurfuhr unter Bedrängnis den entscheidenden Dreier traf. Er kam am Ende auf 22 Punkte, elf Rebounds und zehn Assists. An Schröder lief die Partie über weite Strecken vorbei. Der Deutsche legte zwölf Zähler auf.

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