1. Gießener Allgemeine
  2. Sport
  3. Sport-Mix

»Ein König in Paris«

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

_1SPOHSPORT201-B_122227_4c
Lionel Messi wird schon bei seiner Vorstellung in Paris euphorisch gefeiert. © AFP GmbH

Die Fans bekommen ihn bei der Vorstellung nur kurz zu sehen. Die Bilder aber beeindrucken auch Fußball-Superstar Lionel Messi. Und doch ist es nur ein Vorgeschmack. Seine Präsentation wird zu einer Huldigung.

Draußen vor dem Pariser Prinzenpark erreichte die Messi-Mania den Siedepunkt, bengalische Feuer brannten, Hunderte Fans feierten dicht gedrängt die Ankunft des neuen Helden. Die Zeitung »L’Union« titelte: »Lionel Messi, ein König in Paris.« Ähnlich euphorisch begleiteten fast alle Blätter in Frankreich den Transfer. Drinnen, im Bauch des Stadions, saß Lionel Messi mit einem glücklichen Lächeln - und erzählte den Menschen, was sie hören wollen. »Es ist mein Traum, noch einmal die Champions League zu gewinnen«, sagte der sechsmalige Weltfußballer bei seiner Vorstellung bei Paris St. Germain: »Und ich denke, dass ich dafür nun in einer idealen Position bin.«

Mit seiner Frau Antonella und den drei Söhnen war er in die französische Hauptstadt gekommen, im blauen Anzug ließ sich der 34-Jährige vor der Arena feiern. »Als ich hier angekommen bin, habe ich mich glücklich gefühlt«, schwärmte Messi: »Ich möchte einen Neuanfang in meinem Leben.«

Nur drei Tage zuvor hatte Messi tränenreich den Abschied von seinem Herzensklub FC Barcelona erklärt, für den er 21 Jahre aufgelaufen war. Nun ermöglichte Nasser Al-Khelaifi diesen schnellen Neustart. Und der katarische PSG-Präsident freute sich: »Es ist ein wunderbarer und historischer Tag für den Verein und die Fußballwelt.«

Messi unterschrieb bei PSG einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison, der ihm rund 40 Millionen Euro pro Jahr einbringen soll. Messi wird künftig die Nummer 30 tragen. Vor den Fanshops in Paris bildeten sich schon am Mittwoch lange Schlangen, um ein Trikot für fast 160 Euro zu ergattern.

Messis Titel-Hunger ist groß. Sein letzter großer Vereins-Triumph datiert aus dem Jahr 2015, als er zusammen mit seinem Kumpel und künftigen Teamkollegen Neymar die Champions League gewann. Ebenso groß ist allerdings der Erfolgsdruck, nicht nur für den »Messias«. Denn PSG hat neben Messi auch Neymar, WM-Champion Kylian Mbappe, Sergio Ramos, die italienischen Europameister Marco Verratti und Gianluigi Donnarumma sowie Angel Di Maria und den Niederländer Georginio Wijnaldum zu bieten. Der Klub hat ein Starensemble zusammengestellt, das auch für Stirnrunzeln sorgt - Stichwort: Financial Fair Play (FFP).

»Wir gucken immer auf das Financial Fair Play und achten darauf, dass wir die Regularien einhalten«, betonte El-Khelaifi. Das ist bemerkenswert, denn Barcelona hatte aus eben jenen Gründen Messis überraschenden Abschied verkündet. Angeblich war Messi zwar bereit, auf die Hälfte (50 Millionen Euro) seiner Bezüge bei Barca zu verzichten. Doch das Financial Fair Play der spanischen Liga ließ keinen Spielraum für eine Vertragsverlängerung.

Auch interessant

Kommentare