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Lance Stroll (l.) und Sebastian Vettel präsentieren den AMR21 von Aston Martin.

Ein Klassiker für Sebastian Vettel

(dpa/sid). Mit seinem ersten Aston Martin im klassischen British Racing Green und mit Mercedes-Power unter der Abdeckung will Sebastian Vettel einen Formel-1-Neustart hinlegen. Am Mittwoch lüftete der viermalige Weltmeister mit seinem Teamkollegen Lance Stroll den AMR21. »Es ist ein neues Kapitel auch für mich«, verkündete Vettel, der Ferrari verlassen musste, bei der Online-Präsentation.

»Zu gewinnen ist sehr ambitioniert, aber wir sind hier, um zu gewinnen.«

Der Wagen war zunächst mit einer riesigen britischen Flagge abgedeckt, ehe Neuzugang Vettel und Besitzer-Sohn Lance ihr neues Dienstauto zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierten. »Das ist ein großartiger Moment für unser Formel-1-Team«, sagte Teamchef Otmar Szafnauer.

Im vergangenen Jahr fuhr das Team noch unter dem Namen Racing Point, Aston Martin stieg nach 61 Jahren wieder in die Königsklasse ein. »Es ist erst der Anfang. Unser Ehrgeiz ist unbegrenzt«, sagte Teambesitzer Lawrence Stroll: »Heute geht es um Träume, darum, zu zeigen, dass alles wahr werden kann.«

Vom AMR21 verspricht sich der viermalige Weltmeister nach seinem schmerzhaften letzten Jahr bei Ferrari die Rückkehr in die (erweiterte) Spitze der Königsklasse. »Die Favoritenrolle ist klar bei Mercedes, das ist keine Überraschung nach so vielen Jahren voller Siege. Erster Herausforderer ist Red Bull. Dahinter ist es sehr eng. Und da erwarte ich, dass wir nah dran sind und ein Wort mitreden können«, erklärte der Heppenheimer. Das Team sei »im Wachstum, und die Einführung der Budgetgrenze (145 Millionen Dollar; d. Red.) kommt uns entgegen. Es wird aber nicht einfach, an die Spitze zu kommen, das passiert nicht von heute auf morgen.«

Rasend schnell muss es auch nicht gehen, denn Vettel hat nach jeweils sechs Jahren bei Red Bull und Ferrari zunächst einen Vertrag über drei Jahre unterzeichnet. Solange wird Aston Martin laut Teamchef Otmar Szafnauer mindestens benötigen, um »ein echter WM-Kandidat zu sein«. Für Vettel kein Problem: »Ich habe noch einige Jahre in mir. Wie viele, das hängt davon ab, wie sich die Dinge in nächster Zeit entwickeln.«

Dass sein Stallkollege Lance Stroll (22) der Sohn des Team-Mitbesitzers Lawrence Stroll ist, ficht Vettel nicht an: »Ich bin glücklich, meine Erfahrungen zu teilen. Lance hat oft gezeigt, dass er schnell ist. Vieles, was über ihn gesagt wird, ist nicht fair. Ich bin gespannt auf unseren Vergleich.«

Brady und Craig sind begeistert

Glückwünsche für den neuen Wagen bekam das Team bereits von keinem Geringerem als Football-Megastar Tom Brady. »Er sieht unglaublich aus - und schnell«, ließ er per Video ausrichten. Und auch James-Bond-Darsteller Daniel Craig ließ es sich nicht nehmen, dem Team viel Glück zu wünschen: »Das ist ein Nervenkitzel für alle Formel-1-Fans.«

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