Starke Dortmunder

"Ein Haufen guter Fußballer"

  • vonred Redaktion
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Jadon Sancho hatte sich den Ball geschnappt und wollte, wie zuletzt im Pokal in Duisburg (5:0), auch beim Fußball-Bundesliga-Auftakt gegen die Gladbacher zum Elfmeter (77.) antreten. Doch dann überredete Erling Haaland den Engländer, ihm die Ausführung zu überlassen. Der Norweger verwandelte zum 2:0 für Borussia Dortmund, schnürte später nach Vorarbeit von Sancho sogar den Doppelpack und ließ sich anschließend von den 9300 Zuschauern feiern.

"Jadon ist ein sehr netter Kerl", kommentierte Haaland (20) nach dem 3:0 über Mönchengladbach das kurze Zwiegespräch. "Ich habe ihm gesagt, dass ich mir sehr sicher bin, zu treffen. Da hat er sofort ja gesagt." Für Sebastian Kehl war diese Szene ein Beleg dafür, dass die Stimmung in der Dortmunder Mannschaft stimmt. "Ich fand es cool, wie sich die beiden untereinander geeinigt haben", erklärte der Leiter der Lizenzspielerabteilung. Sancho habe gespürt, wie wichtig es für einen Torjäger wie Haaland sei, gleich zum Bundesliga-Auftakt zu treffen. Das habe ihm enormes Selbstvertrauen gegeben, was schließlich beim 3:0 Haalands nach einem Sprint über das gesamte Feld zu sehen war.

Aber auch die anderen BVB-Youngster überzeugten. Jude Bellingham bereitete bei seinem Debüt vor eigenem Publikum das 1:0 vor. Giovanni Reyna gelang deshalb in seinem 15. Spiel sein erster Bundesliga-Treffer. Ein Novum im deutschen Fußball-Oberhaus, dass gleich zwei 17-Jährige direkt an einem Tor beteiligt waren.

Bei der Vielzahl an Hochbegabten im Dortmunder Kader gerät auch Routinier Mats Hummels ins Schwärmen. "Die Mischung aus verschiedenen Typen, die Altersstruktur, was Trainingsarbeit und Professionalität angeht, da haben wir eine sehr gute Balance im Kader und viele Stärken, die wir auf den Platz bringen können. Und die sind besser als in der vergangenen Saison", betonte Hummels. "Wir haben einen Haufen guter Fußballer. Wenn wir das in die richtige Form bringen, dann sind wir eine Top-Mannschaft." Aktuell sei der BVB, so Hummels, aber noch weit weg vom Maximum. Das habe die Partie gegen die Gladbacher deutlich gezeigt. Der Verteidiger sprach von einem ausgeglichenen Spiel. Entscheidend sei am Ende die individuelle Klasse und die Effektivität gewesen: "Wir wissen, dass wir in der Offensive immer unsere Chancen bekommen und Tore machen können. Dementsprechend haben wir dann auch agiert." PETER SCHWENNECKER

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