Kein Spiel in Lotte

Durchweichter Rasen und BVB-Bus im Acker

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Als der Stadionsprecher um 20.12 Uhr die Absage des Pokalspiels in der Provinz verkündete, setzte ein großes Pfeifkonzert ein. Das vermeintliche Fußball-Volksfest samt Live-Übertragung zur Primetime fiel dem Wetter zum Opfer. "Ich stehe mit meinem Namen für die Gesundheit der Spieler und kann es nicht verantworten, hier anzupfeifen", erklärte FIFA-Schiedsrichter Felix Brych am Dienstagabend, dass eine Absage des Viertelfinals zwischen dem Drittligisten SF Lotte und Borussia Dortmund alternativlos war.

Als der Stadionsprecher um 20.12 Uhr die Absage des Pokalspiels in der Provinz verkündete, setzte ein großes Pfeifkonzert ein. Das vermeintliche Fußball-Volksfest samt Live-Übertragung zur Primetime fiel dem Wetter zum Opfer. "Ich stehe mit meinem Namen für die Gesundheit der Spieler und kann es nicht verantworten, hier anzupfeifen", erklärte FIFA-Schiedsrichter Felix Brych am Dienstagabend, dass eine Absage des Viertelfinals zwischen dem Drittligisten SF Lotte und Borussia Dortmund alternativlos war.

"Der Platz ist völlig durchweicht. Es gab viel Regen in der Nacht, dazu kam der heftige Schneeschauer vor dem Spiel. Beide Mannschaften haben die Entscheidung mitgetragen", ergänzte Brych in der ARD. Noch kurz vor dem geplanten Anpfiff waren Marco Reus und Co. über den morastigen Rasen im Frimo-Stadion gestapft, doch wenige Minuten nach der Platzbegehung entschied sich Brych zur Absage.

"Das ist ein Sumpf hier. Ich hätte mir nicht ausmalen wollen, wie der Platz nach 60 Minuten ausgesehen hätte", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Wann die Partie nachgeholt wird, soll am Mittwoch entschieden werden. Spekuliert wurde über den 14. März. Womöglich muss Lotte dann in ein anderes Stadion ausweichen.

"Kein Vorwurf an Lotte, aber wenn man den Rasen über Monate hinweg gesehen hat, muss man sagen, dass der Rasen kaputt ist und das auch in nächsten Wochen nicht besser wird", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Um Punkt 20.45 Uhr, zum geplanten Zeitpunkt des Anstoßes, rollte der Mannschaftsbus der Dortmunder schon wieder aus der Arena.

Der Rasen in dem 10 059 Zuschauer fassenden Stadion war bereits zuvor stark beschädigt. Am Wochenende war das Ligaspiel gegen den Chemnitzer FC ausgefallen.

Die Zuschauer erfuhren erst eine halbe Stunde vor dem geplanten Anpfiff von der Absage und quittierten dies mit Pfiffen. Der Stadionsprecher forderte die Zuschauer auf, die Arena nicht alle gleichzeitig zu verlassen. Stattdessen sollten die Fans lieber noch eine Bratwurst essen und ein Bier trinken. "Wir müssen alle die Entscheidung akzeptieren", sagte BVB-Profi Marcel Schmelzer. "Wir waren alle draußen auf dem Platz und es war mit normalen Schuhen schon schwierig. Der Schiedsrichter hat diese Entscheidung nicht ohne Grund getroffen."

Schon einige Stunden vor dem Spiel hatte es das erste Malheur für den BVB gegeben, als der Mannschaftsbus eine unliebsame Bekanntschaft mit dem beschaulichen Örtchen gemacht hatte. Das Gefährt war am Nachmittag am Stadion der Sportfreunde bei einem Wendemanöver auf einem Acker stecken geblieben. Ein Traktor musste den BVB-Bus freiziehen.

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