Skilanglauf

Dürr erhält Bewährung

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(sid). Der frühere Skilangläufer und Kronzeuge Johannes Dürr ist im Doping-Prozess vor dem Innsbrucker Landgericht nach einem Teilgeständnis zu einer 15-monatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Der 32-jährige Österreicher, der mit seinen Aussagen die Ermittlungen der Operation Aderlass rund um die Nordische Ski-WM 2019 in Seefeld ausgelöst hatte, wurde unter anderem des Sportbetrugs, der Vermittlung zum Doping und des gewerbsmäßigen Betrugs für schuldig befunden.

Richterin Martina Eberherr erkannte bei der Urteilsverkündung an, dass sich Sportler in einem System befänden, in dem massiver Druck auf sie ausgeübt werde. Dies sei bei der Strafzumessung berücksichtigt worden. Dürr hatten bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe gedroht.

Dürr hatte eingeräumt, gemeinsam mit dem österreichischen Trainer Walter Mayer und später mit dem Erfurter Sportmediziner Mark S. Blutdoping praktiziert zu haben. Der Niederösterreicher gab auch zu, in Sachen Doping gemeinsame Sache mit seinem Teamkollegen Harald Wurm gemacht zu haben. "Je nachdem, wer gerade nach Deutschland gefahren ist, hat auch für den anderen Wachstumshormone mitgenommen", erläuterte Dürr laut ORF. Auch Dürrs Trainer Gerald H. legte ein Teilgeständnis ab, er wurde zu zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt.

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