Fußball

Drittliga-Start im Mai nicht haltbar

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(dpa). Der Deutsche Fußball-Bund muss den geplanten Neustart der 3. Liga abblasen und sieht sich nun womöglich mit einer neuen Diskussion über die Fortsetzung der Saison konfrontiert. Der DFB teilte am Freitag mit, dass die geplante Wiederaufnahme am 26. Mai nicht haltbar sei, da "weiterhin keine politische und übergeordnete behördliche Freigabe" für den Spielbetrieb vorliege und den Mannschaften damit eine entsprechende Vorbereitungszeit fehlen würde. Der Verband legte sich nicht auf ein neues Startdatum fest, sprach aber davon, dass die Liga bei entsprechender politischer Beschlusslage kurz nach dem 26. Mai fortgesetzt werden könne.

Erst am Donnerstag hatte sich die hitzige Debatte über einen freiwilligen Abbruch der Saison etwas beruhigt. Der FC Carl Zeiss Jena hatte ein Konzept für die Zukunftsgestaltung der Liga vorgelegt, DFB-Vizepräsident Rainer Koch dies positiv aufgenommen. Der DFB will die Saison weiterhin zu Ende spielen. Der Plan, die verbleibenden elf Spieltage in ausschließlich Englischen Wochen bis Ende Juni auszutragen, ist aber nun kaum noch umsetzbar.

Eintracht Braunschweigs Sportdirektor Peter Vollmann befürchtet nach den Diskussionen der vergangenen Wochen einen Imageschaden für die gesamte Liga. "Das Format 3. Liga ist gut, hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und besitzt inzwischen eine bundesweite Präsenz. Durch den Streit wird das alles aufs Spiel gesetzt", sagte der 62-Jährige der "Braunschweiger Zeitung". "Ich habe die Befürchtung, dass das, was in den vergangenen zwölf Jahren an Image aufgebaut wurde, gerade ziemlich leidet."

Der DFB hatte seine Statuten bereits dahingehend angepasst, dass die Saison auch über den 30. Juni hinaus laufen könnte. Allerdings könnten nun diverse rechtliche Fragen aufkommen, da viele Verträge am 30. Juni enden. Auch die Verträge der Vereine mit den Sponsoren beziehen sich in den meisten Fällen nur auf eine Spielzeit bis zum 30. Juni.

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