Kanu-WM

Dreimal Brendel-Gold bei deutschen Festspielen

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Die deutschen Kanuten konnten sich bei den Weltmeisterschaften auf ihre Spurtqualitäten verlassen und erlebten in Racice als erfolgreichste Nation wahre Festspiele. Auffällig: Fast alle deutschen Medaillen wurden dank starker Endspurts erkämpft.

Die deutschen Kanuten konnten sich bei den Weltmeisterschaften auf ihre Spurtqualitäten verlassen und erlebten in Racice als erfolgreichste Nation wahre Festspiele. Auffällig: Fast alle deutschen Medaillen wurden dank starker Endspurts erkämpft.

"Generell ist es so, dass wir ein sehr gutes Grundlagen-Niveau haben und hintenraus noch richtig was draufpacken können", bilanzierte Sportdirektor Jens Kahl am Sonntag nach insgesamt sechs WM-Titeln, vier Silbermedaillen und einer Bronzeplakette. Mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020 kündigte er für 2018 "eine Durststrecke an. Da werden wir nicht so eine erfolgreiche WM haben. Wir brauchen mehr Grundlagentraining".

Als König von Racice krönte sich Sebastian Brendel. Der 29-Jährige bezwang auf seiner Paradestrecke über 1000 Meter im Canadier-Einer erneut den Tschechen Martin Fuksa und schaffte nach 2014 und 2015 den WM-Hattrick. Am Sonntag legte er mit Gold im nicht-olympischen Canadier-Vierer seinen zweiten Titel nach. Mit Conrad Scheibner, Stefan Kiraj, und Jan Vandrey war der Potsdamer im Schlussspurt nach 1000 Metern erneut nicht zu bezwingen. "Ein schönes Gefühl, mit einem Mannschaftsboot Medaillen zu feiern", sagte Brendel, der dann über die 5000 Meter sein drittes Gold holte.

Silber über diese Distanz holten zum Abschluss die Kajakeiner mit Tabea Medert aus Potsdam und Max Hoff.

Mit viel Raffinesse fuhr der Canadier-Zweier über 1000 Meter mit Yul Oeltze und Peter Kretschmer zu Gold. Die Europameister, die sich in der internen Qualifikation gegen die Olympiasieger Brendel/Vandrey durchgesetzt hatten, bezwangen erst auf den letzten Metern die Kubaner Serguey Torres und Fernando Jorge.

Die erste Medaille mit Bronze am Sonntag hatte der Kajak-Vierer mit Tamas Gecsö, Lukas Reuschenbach, Kostja Stroinski und Kai Spenner im bis 2016 in Rio de Janeiro noch olympischen Wettbewerb über 1000 Meter geholt.

Dann kam die Stunde des Kajak-Vierers in der ab Tokio 2020 neuen olympischen Disziplin über 500 Meter. Max Rendschmidt, Tom Liebscher sowie Ronald Rauhe und Max Lemke sicherten sich den Titel vor Spanien und Tschechien. Bereits am Samstag hatte Liebscher mit einem beherzten Schlussspurt überraschend Gold im Kajak-Einer über 1000 Meter gewonnen.

Zweimal Silber gab es für Franziska Weber und Tina Dietze: Erst im Kajak-Zweier über 500 Meter, dann am Sonntag im Vierer mit Sabrina Hering und Steffi Kriegerstein hinter den Olympiasiegerinnen aus Ungarn.

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