Das Objekt der Begierde: Der FC Bayern will das Double, Bayer Leverkusen will das verhindern. FOTO: DPA
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Das Objekt der Begierde: Der FC Bayern will das Double, Bayer Leverkusen will das verhindern. FOTO: DPA

Das Double soll’s sein

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13. Double oder ein Ende der Durststrecke? Während der FC Bayern München im DFB-Pokalfinale den zweiten Triple-Schritt plant, hofft Außenseiter Bayer Leverkusen auf den ersten Titel seit 27 Jahren. Und das bei nie da gewesenen Rahmenbedingungen.

Hansi Flick und Peter Bosz warfen einen ersten Blick auf das Objekt der Begierde. Der goldene Pokal stand beim obligatorischen Medientermin in Berlin zwischen den beiden Trainern in Griffweite - wie in all den Jahren zuvor. Und doch ist vor dem 77. DFB-Pokalfinale zwischen dem "heißen" Triple-Jäger Bayern München und dem "gierigen" Herausforderer Bayer Leverkusen am Samstag im Olympiastadion (20 Uhr/ARD und Sky) vieles anders.

"Es ist eine ungewöhnliche Situation. Diese spezielle Atmosphäre fällt diesmal aus. Es wird merkwürdig werden", sagte Bayer-Kapitän Lars Bender vor dem "Geisterfinale". Das, ergänzte sein Bayern-Kollege Manuel Neuer, "haben wir uns alle ganz anders vorgestellt". Für Bayer-Trainer Peter Bosz ist es schlicht "sehr traurig".

An den Ambitionen der Finalisten ändern die ungewöhnlichen Rahmenbedingungen freilich nichts. Die favorisierten Münchner Rekordsieger planen nach der 30. Meisterschaft mit dem 20. Pokal-Triumph den nächsten Triple-Schritt. "Es ist ein Höhepunkt der Saison. Wir sind ganz heiß, zu gewinnen", betonte Neuer. Dass die Bayern ihre nationale Dominanz mit dem 13. Double der Vereinsgeschichte weiter untermauern, will Leverkusen dagegen mit aller Macht verhindern. Zumal der letzte Titel 27 Jahre zurückliegt. "Man lechzt nach einem Titel, man bekommt nicht jedes Jahr die Chance, entsprechend ambitioniert und gierig gehen wir da ran", sagte Bender kämpferisch.

Auch Sport-Geschäftsführer Rudi Völler unterstrich die Bedeutung des möglichen zweiten Pokalsiegs nach 1993. "Etwas in der Hand zu halten, würde uns sehr guttun. Wir leiden noch unter der Vergangenheit", sagte er mit Blick auf einige verlorene Endspiele und den zweifelhaften Ruf als "Vizekusen".

Der Respekt vor den Bayern ist jedoch riesig. "Wir spielen gegen die aktuell beste Mannschaft in Europa", sagte Völler voller Ehrfurcht, um aber tapfer anzufügen: "In einem Pokalfinale ist immer was möglich." Man werde "fighten, kämpfen, rennen - und wenn es geht, natürlich auch gewinnen". Natürlich werde es "nicht einfach", sagte auch Bosz, "aber alles ist machbar".

Während bei Leverkusen Paulinho, und Daley Sinkgraven ausfallen, steht bei Bayern Thiago nach einer Leisten-OP wieder zur Verfügung. Zudem könnte Niklas Süle nach seinem Kreuzbandriss in den Kader zurückkehren.

Wohl sehr zur Freude von Bundestrainer Joachim Löw, der nach der Corona-Pause erstmals wieder im Stadion sitzt. Er ist einer der wenigen Ehrengäste. Diesmal sind in und ums Stadion nur 700 Personen zugelassen.

Derweil hat DFB-Präsident Fritz Keller am gestrigen Freitag erklärt, dass das Endspiel um den DFB-Pokal der Männer bis mindestens 2025 im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

München: Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Kimmich, Goretzka - Gnabry, Müller, Coman - Lewandowski.

Leverkusen: Hradecky - Lars Bender, Tapsoba, Sven Bender, Wendell - Aranguiz, Baumgartlinger - Diaby, Havertz, Bailey - Volland.

Schiedsrichter: wird erst am Samstag bekannt gegeben.

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