0:4 - deutsche U21 patzt gegen Polen

(sid). Antonio Di Salvo verschwand mit gesenktem Kopf in der Umkleide, seine Schützlinge verabschiedeten sich niedergeschlagen von ihren Fans: Die deutschen U21-Fußballer haben in der EM-Qualifikation unter dem neuen Trainer eine Blamage erlebt. Nach einem katastrophalen Fehlstart musste sich das DFB-Team Polen trotz tapferer Leistung nach langer Unterzahl mit 0:

4 (0:3) geschlagen geben. Zuvor hatte die U21 alle vier Spiele in der Gruppe B gewonnen. »Die ersten zehn Minuten waren eine Katastrophe. Es ist alles Schlechte passiert, was wir uns hätten vorstellen können«, sagte Kapitän Jonathan Burkardt bei ProSieben Maxx.

Bereits in der Anfangsviertelstunde sorgten Doppelpacker Adrian Benedyczak (5./12.) und Michal Skoras (15.) in der Nebelglocke von Großaspach für klare Verhältnisse. Wenig später sah der Bremer Jean-Manuel Mbom wegen einer Notbremse »Rot« (19.), kurz vor Schluss traf Kacper Kozlowski zum Endstand (90.). Chance zur Wiedergutmachung hat der dreifache Europameister am Dienstag (18.15 Uhr/ProSieben Maxx) gegen San Marino.

Trotz der jüngsten Niederlage liegt die DFB-Elf nach den Hinspielen mit zwölf Punkten an der Tabellenspitze. Nur die Gruppenersten sowie der beste Zweite aus neun Staffeln qualifizieren sich direkt.

Die deutschen Nachwuchshoffnungen, die auf BVB-Torjäger Youssoufa Moukoko (Augenentzündung) verzichten mussten, erwischten vor 3994 Zuschauern einen Fehlstart der brutalen Sorte. Zwar übernahm die DFB-Auswahl schnell das Kommando, doch die Gäste schalteten schnell um und überzeugten mit Effizienz.

Erst leitete Erik Schuranow mit einem Fehlpass einen schnellen Gegenstoß ein, den Benedyczak vor DFB-Torhüter Luca Philipp vollendete. Wenig später erhöhte der Polen-Torjäger per Lupfer. Die Vorentscheidung gelang Skoras, der sich im Zweikampf gegen Mbom durchsetzte und aus spitzem Winkel traf. Danach hatte der Werder-Profi erneut das Nachsehen und wurde nach einer Notbremse gegen Benedyczak vom Platz gestellt.

In der Folge zeigte die Mannschaft von Di Salvo aber Moral, kontrollierte das Geschehen und erarbeitete sich viele Chancen. Nur der Treffer wollte nicht gelingen. Auch nach dem Wechsel lag ein deutsches Tor in der Luft, doch Burkardt (54.), Malick Thiaw (56.) und Keitel (63.) vergaben beste Möglichkeiten, ehe Kozlowski für Polen nachlegte.

Deutschland: Philipp; Mbom, Mai, Thiaw, Netz (64. Leweling), Keitel, Stiller (90.+3 Martel), Schade, Burkardt, Thielmann (46. Bella-Kotchap), Schuranow (25. Massimo).

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