_1SPOHSPORT13-B_104520_4c_1
+
Jon Rahm

Der perfekte Ort für Jon Rahm

  • VonDPA
    schließen

(dpa). Jon Rahm liebkoste die Trophäe für den Sieg bei den 121. US Open so wie seinen drei Monate alten Sohn Kepa nur Minuten zuvor. Der 26 Jahre alte Spanier lächelte, tätschelte den silbernen Pokal und freute sich über den ersten Major-Sieg seiner Karriere - an einem Ort, der ihm so viel bedeutet. »Das ist genau der Grund, warum ich gewonnen habe.

Es musste in einem wunderschönen Rahmen wie diesem hier passieren«, sagte Rahm auf dem Torrey Pines Golf Course in La Jolla. Mit zwei überragenden Putts auf den Bahnen 17 und 18 und einer 67er-Runde hatte er die Grundlage dafür gelegt, dass Louis Oosthuizen (Südafrika) am Ende mit einem Schlag Rückstand Zweiter wurde.

Was alles dazu beitrug, dass es sich für Rahm anfühlte als seien »die Sterne in der richtigen Konstellation«? Nun: Sonntag war Vatertag in den USA, Rahm erlebte die US Open erstmals in dieser Rolle mit seinen Eltern zu Gast und seiner Frau Kelley und dem kleinen Kepa auf der Anlage. Dazu machte er ihr den Heiratsantrag auf eben jenen Klippen im Norden von San Diego, die ihm schon immer so vertraut vorkamen wie seine spanische Heimat - und auf denen er vor vier Jahren sein erstes Turnier auf der PGA-Tour gewann nach einem irren Putt am letzten Loch. »Ich liebe Torrey Pines und Torrey Pines liebt mich«, sagte er.

Noch vor zwei Wochen hatte Rahms beeindruckende Form einen Dämpfer bekommen: Mit sechs Schlägen in Führung liegend, bekam er beim Memorial Tournament in Ohio nach der letzten Bahn die Nachricht, dass er positiv auf Corona getestet worden sei und nicht weiterspielen dürfe. Er kam ohne große Symptome durch die Infektion.

Während Deutschlands Golfstar Martin Kaymer noch von Platz 21 auf den geteilten 26. Rang zurückfiel, spielte Rahm fast fehlerfrei. Titelverteidiger Bryson DeChambeau implodierte förmlich und rutschte von Rang eins nach zwei Bogeys und einem Triple-Bogey auf den letzten neun Bahnen mit 287 Schlägen noch zu Kaymer auf Platz 26. Rahm dagegen leistete sich nur an Bahn fünf einen Bogey, verbuchte aber auch fünf Birdies.

Die beiden letzten gelangen ihm auf Bahn 17 und 18, als er mit zwei langen Putts für riesen Jubel im Publikum und bei sich selbst sorgte. Danach musste er warten und jubelte dann nach dem entscheidenden Fehler von Oosthuizen. Jon Rahm ist nun auch die Nummer eins der Golf-Weltrangliste. FOTO: AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare