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Den Tränen nahe

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(dpa). Der FC Liverpool darf sich über einen perfekten Saisonstart in der Premier League freuen. Das Team von Trainer Jürgen Klopp konnte den gelungenen Auftakt mit seinen Fans an der Anfield Road feiern. Es war ein emotionales Wiedersehen nach langer coronabedingter Abstinenz. Der FC Barcelona tat sich bei Athletic Bilbao schwer. Ein junger Österreicher half dabei, dass es nicht die erste Pleite gab.

Paris Saint-Germain konnte es sich erlauben, auf Superstars zu verzichten.

Spanien: Yusuf Demir hat noch keinen großen Namen im Fußball. Dennoch wurde er am Samstag beim mühsamen 1:1 des FC Barcelona bei Athletic Bilbao in einem Atemzug mit der nach Paris abgewanderten Barça-Ikone Lionel Messi erwähnt. Der Österreicher kam in Bilbao in der 62. Minute für den Dänen Martin Braithwaite in die Partie. Mit 18 Jahren und 80 Tagen war er der jüngste Nicht-Spanier seit Messi, der im Trikot des FC Barcelona sein Liga-Debüt gab. Der Argentinier war bei seiner Premiere 2004 17 Jahre alt. Demir half in Bilbao mit, dass Memphis Depay in der 75. Minute noch den Ausgleich erzielte. Und das Talent erhielt für seinen Auftritt sehr gute Kritiken. Barcelona blieb nach zwei Spieltagen immerhin bei vier Punkten noch ungeschlagen.

England I: Ein Spiel gegen den FC Burnley ist normalerweise kein Spiel, das bei Jürgen Klopp Gänsehaut verursacht. Doch nach dem 2:0 seines FC Liverpool am Samstag wurde er emotional. Weniger wegen des Saisonstarts mit zwei Siegen in zwei Spielen und 5:0 Toren, vielmehr war es die Rückkehr der über 52 000 Fans im ausverkauften Stadion an der Anfield Road, die die Partie auch für Klopp zu etwas Besonderem machte. »Es gab Momente, wo man die Tränen extrem schwer zurückhalten konnte«, berichtete der 54-Jährige am Sonntag in Bild TV.

England II: Geld schießt doch Tore. 118 Millionen Euro zahlte der Scheich-Club und Meister Manchester City für Jack Grealish an Aston Villa. In seinem zweiten Spiel für das Team von Trainer Pep Guardiola traf der 25 Jahre alte englische Nationalspieler erstmals für seinen neuen Verein. Entscheidend war sein Tor nicht beim 5:0 gegen den hoffnungslos überforderten Aufsteiger Norwich City mit den Ex-Bremern Milot Rashica und Joshua Sargent.

Frankreich: Auch ohne die Superstars Lionel Messi und Neymar hat Paris Saint-Germain einen optimalen Start in die Ligue 1 hingelegt. Allerdings musste die Multi-Millionen-Truppe bei Stade Brest hart arbeiten, um mit dem 4:2 zum dritten Sieg im dritten Saisonspiel zu kommen. Erst Ángel Di Maria beseitigte kurz vor dem Abpfiff alle Zweifel. Die AS Monaco tut sich indes schwer. Nach drei Spieltagen hat die Mannschaft von Trainer Niko Kovac erst einen Zähler. Am Samstag gab es mit dem 0:2 gegen den RC Lens schon die zweite Niederlage.

Italien: Tor-Maschine Romelu Lukaku ist weg, dennoch ist bei Meister Inter Mailand schon gleich am ersten Spieltag die Treffer-Produktion voll angelaufen - auch dank Spielern mit Bundesliga-Vergangenheit. Beim 4:0 gegen den CFC Genua trafen der Ex-Leverkusener Hakan Calhanoglu, der Ex-Münchner Arturo Vidal und der Ex-Wolfsburger Edin Dzeko.

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