John Degenkolb (M.) führt eine Gruppe an. FOTO: DPA
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John Degenkolb (M.) führt eine Gruppe an. FOTO: DPA

Degenkolb Sechster

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(dpa). Begleitet von großen Corona-Sorgen hat John Degenkolb die Chance auf einen Sieg bei den letzten Highlights im Radsport-Jahr 2020 verpasst. Der deutsche Klassikerspezialist verpokerte sich am Sonntag im Finale des Halbklassikers Gent-Wevelgem und belegte den sechsten Platz. Den Sieg holte sich Ex-Weltmeister Mads Pedersen, der den dänischen Super-Sonntag perfekt machte, nachdem kurz zuvor sein Namensvetter Casper Pedersen für das deutsche Sunweb-Team den Sieg bei der 114. Auflage von Paris-Tour geholt hatte.

Beim 103. Giro d’Italia ist vor dem ersten Ruhetag, der auch wegen der Corona-Tests im Blickpunkt steht, die Spitze auf der verregneten neunten Etappe enger zusammengerückt. Der Gesamterste João Almeida verlor am Sonntag nach 208 Kilometern von San Salvo nach Roccaraso beim Ausreißer-Sieg seines portugiesischen Landsmannes Ruben Guerreiro einige Sekunden auf seine größten Rivalen. Auch der zweimalige Gesamtsieger Vincenzo Nibali musste ein wenig abreißen lassen.

Degenkolb hatte sich im Finale an den beiden Topfavoriten Wout van Aert (Belgien) und Mathieu van der Poel (Niederlande) orientiert. Doch die beiden Stars ließen auf dem letzten Kilometer eine kleine Lücke aufreißen und waren sich nicht einig, wer hinterherfahren sollte. Degenkolb, der Vorjahreszweite und Sieger von 2014, konnte auch nicht mehr reagieren. So war der Weg frei für Pedersen, der nach 232,5 Kilometern aus einer neunköpfigen Spitzengruppe vor dem Franzosen Florian Senechal und dem Italiener Matteo Trentin gewann.

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen waren Zuschauer an den entscheidenden Stellen des Rennens wie dem Kemmelberg nicht zugelassen. Eine Absage, wie etwa bei Paris-Roubaix geschehen, kam für die Veranstalter aber nicht infrage. Auch der Scheldeprijs am Mittwoch und die Flandern-Rundfahrt am nächsten Sonntag sollen ausgetragen werden.

Corona-Sorgen gibt es auch beim Giro, nachdem der Brite Simon Yates als erster Fahrer am Samstag positiv auf das Virus getestet worden war.

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