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Neu an Bord beim Pokal-Titelverteidiger: Trainer Marco Rose (r.) will mit Borussia Dortmund am Samstag beim SV Wehen Wiesbaden mit einem Sieg in die Pflichtspielphase starten.

Das erste Mal

Zahlreiche neue Bundesliga-Trainer feiern im DFB-Pokal ihr Pflichtspieldebüt. Etliche gehen mit gemischten Gefühlen in das Duell »David gegen Goliath« - so auch Marco Rose mit Borussia Dortmund.

Marco Rose hätte sich sicherlich bessere Umstände für seinen Pflichtspieleinstieg bei Borussia Dortmund gewünscht. Zwei positive Corona-Fälle (Thomas Meunier und Julian Brandt), etliche Verletzungen und verspäteter Einstieg der EM-Teilnehmer in die Vorbereitung - das DFB-Pokalspiel am Samstag (20.45 Uhr/Sky) beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden hat ein gewisses Überraschungspotenzial.

Die Vorbereitung sei »speziell« gewesen, betonte Klub-Boss Hans-Joachim Watzke beim Trainingslager in Bad Ragaz. 17 Saison-Vorbereitungen habe er schon erlebt, »aber an so eine kann ich mich auch nicht erinnern«, so Watzke.

Rose, der die noch nicht fitten Mats Hummels, Emre Can und Raphael Guerreiro ersetzen muss, nimmt die Herausforderung im Pokal an. »Wir sind Borussia Dortmund, sind der Titelverteidiger und müssen die Favoritenrolle annehmen. Wir wollen nicht jammern, wir möchten in die nächste Runde«, sagte er am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

Rose, vom Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach zum Cup-Verteidiger gewechselt, ist nur einer von insgesamt acht neuen Coaches auf den Trainerbänken der Bundesligisten. Julian Nagelsmann, der prominenteste und mit einer Ablöse von bis zu 25 Millionen Euro beim Wechsel von RB Leipzig zu Bayern München teuerste neue Fußballlehrer, kommt jedoch nicht zum Einsatz. Das Pokalspiel beim Fußball-Oberligisten Bremer SV ist wegen drei Corona-Fällen bei den Hanseaten abgesetzt und für den 25. August (20.15 Uhr/live Sky und Sport1) neu terminiert worden.

Viel Geld im Spiel für neue Trainer

Nagelsmann muss nun hoffen, zum Bundesliga-Auftakt in Gladbach am 13. August den ersten Sieg mit dem FC Bayern feiern zu können. In der Vorbereitung gab es für die stark ersatzgeschwächt angetretenen Bayern noch kein Erfolgserlebnis.

Für die Trainer war viel Geld im Spiel vor dieser Saison. Gladbachs neuer Coach Adi Hütter kostete 7,5 Millionen Euro beim Transfer von Eintracht Frankfurt in den Borussia-Park, für Rose hat der BVB für den Wechsel von Mönchengladbach nach Dortmund fünf Millionen Euro springen lassen. Bei den Trainer-Ablösen sind die Bundesligisten auf jeden Fall in neue Dimensionen vorgestoßen.

Nachfolger von Nagelsmann bei Vizemeister und DFB-Pokalfinalist RB Leipzig ist Jesse Marsch (vom »Farmteam« RB Salzburg gekommen). »Wir müssen zusammen das Ziel haben, einen großen Titel zu holen«, meinte der 47-jährige US-Amerikaner. Am Samstag (15.30/Sky) gastieren die Sachsen im Pokal bei Zweitligist SV Sandhausen - eine machbare Aufgabe, aber auch unangenehm.

Nach fünf Testspielniederlagen in Folge tritt Champions-League-Starter VfL Wolfsburg mit dem neuen Coach Mark van Bommel beim Regionalligisten Preußen Münster (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) an. »Wenn wir nach den Ergebnissen gucken, dann ist es nicht gut. Aber besser jetzt als im Pokal«, konstatierte der Niederländer, einst als Spieler »aggressive Leader« beim FC Bayern.

Zum Problem wird nicht nur für den FC Bayern München und den BVB das Thema Corona. Da die Inzidenzzahlen in Deutschland immer weiter steigen, sind auch weitere Erstligisten betroffen. Stuttgart hat drei Infektionen vermeldet, auch die Bayern (Corentin Tolisso) haben einen Corona-Fall wie auch die TSG Hoffenheim (Ihlas Bebou) und Eintracht Frankfurt (Ajdin Hrustic).

Die Klubs arbeiten daran, ihre Impfquoten noch weiter nach oben zu treiben - damit es keine weitere böse (Corona-)Überraschung gibt.

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