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Sportdirektor Bruno Hübner verlässt Eintracht Frankfurt zum Saisonende.

Das Ende einer Ära

  • vonDPA
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Er kam im Sommer 2011 - und geht im Sommer 2021. Bruno Hübner und Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt beenden nach dieser Saison die Zusammenarbeit. Wer künftig als Sportdirektor bei den Hessen wichtige Personalfragen mit entscheidet, lassen Bobic und Co. zunächst offen.

Bruno Hübner macht bei Eintracht Frankfurt Schluss. Genau ein Jahrzehnt nachdem er im Sommer 2011 beim hessischen Fußball-Bundesligisten die Arbeit aufnahm, wird der Vertrag des 60-Jährigen nach der laufenden Saison nicht mehr verlängert. »Für den Klub ist sicher eine Veränderung auf dieser Position nach so langer Zeit sinnvoll. In den vergangenen Monaten hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass dies für beide Seiten die beste und richtige Lösung ist«, sagte Hübner, in dessen Amtszeit unter anderem ein DFB-Pokalsieg 2018 und der Einzug ins Europa-League-Halbfinale 2019 fielen.

»Es macht mich stolz, dass ich hier ein Teil sein durfte. Vor allem die fantastischen Fans und die tolle Atmosphäre werden mir immer in Erinnerung bleiben. In jeder Phase konnten wir uns auf sie verlassen«, sagte Hübner. Wie der Verein auf der Position des Sportdirektors ab Sommer plant, blieb offen und ist nun Aufgabe des Vorstandes um Fredi Bobic, der in den vergangenen Wochen immer wieder mit Hertha BSC in Verbindung gebracht wurde.

Doch zunächst bekundete der ehemalige Torjäger Bobic seinen Respekt für den langjährigen Weggefährten Hübner, mit dem er seit 2016 ein erfolgreiches Führungstandem bildet. »Er hat nicht nur 2011 mit Armin Veh die richtige Wahl getroffen, sondern im Abstiegskampf 2016 auf Niko Kovac gesetzt und mit dieser, damals mutigen, Entscheidung goldrichtig gelegen«, sagte Bobic. Man habe sich schon 2018 darauf verständigt, auf dem Posten des Sportdirektors perspektivisch »eine Neuorientierung in Betracht zu ziehen«. Dazu wird es nun 2021 kommen.

Während Hübner 2011 übernahm, als die Eintracht sich als Absteiger gerade aus der Bundesliga verabschiedet hatte, wird sein Nachfolger eine exzellente Ausgangsposition vorfinden. Das von Adi Hütter trainierte Team belegt derzeit einen Champions-League-Platz und könnte sich erstmals für die Königsklasse qualifizieren. »Für mich liegt der Fokus nun auf den kommenden drei Monaten«, sagte Hübner, für den ein »besonders schöner Abschied« dann erfüllt wäre, wenn die Qualifikation für das internationale Geschäft zum Abschluss noch einmal gelänge.

»Bruno wird der Eintracht auch in der Zukunft freundschaftlich verbunden bleiben und ist immer ein gern gesehener Gast«, sagte Bobic, der in Frankfurt einen Vertrag bis Sommer 2023 hat. Hübner, dessen drei Söhne Benjamin (TSG 1899 Hoffenheim), Florian (Union Berlin) und Christopher (einst SV Darmstadt 98 und SV Wehen Wiesbaden) alle den Sprung in den Profifußball schafften, sagte über seine eigene Zukunft, mit 60 Jahren etwas kürzertreten zu wollen. Die Dekade unter Hübner prägten mit Veh, Kovac und Hütter im Wesentlichen drei Trainer. Zwischenzeitlich trainierte auch Bremens langjähriger Chefcoach Thomas Schaaf die SGE für eine Saison.

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