Darmstadts Torwart Marcel Schuhen schaut auf das Tor zum 0:1 aus Sicht der "Lilien". Am Ende gewinnt Paderborn klar mit 4:0. FOTO: DPA
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Darmstadts Torwart Marcel Schuhen schaut auf das Tor zum 0:1 aus Sicht der "Lilien". Am Ende gewinnt Paderborn klar mit 4:0. FOTO: DPA

Darmstadts Debakel

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(dpa). Der Hamburger Sportverein kann gelassen in das Zweitliga-Spitzenspiel bei Holstein Kiel am Montag gehen. Die härtesten Verfolger versäumten es am Wochenende, den Spitzenreiter am 7. Spieltag der 2. Bundesliga mehr unter Druck zu setzen. Einzig das Überraschungsteam des VfL Osnabrück hielt am Sonntag mit dem 4:2 (2:1)-Sieg bei Jahn Regensburg einigermaßen Schritt und machte mit nun 13 Punkten einen Sprung auf Rang zwei. Immer besser in Schwung kommt Bundesliga-Absteiger SC Paderborn als neuer Tabellenvierter.

Bereits am Samstag hatte der bisherige Tabellenzweite VfL Bochum gegen die SpVgg Greuther Fürth verloren. Sollte der HSV am Montag (20.30 Uhr) in Kiel gewinnen, beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz drei, den die Fürther übernahmen, schon sieben Zähler.

Erstliga-Absteiger SC Paderborn hat den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortgesetzt. Mit einem 4:0 (3:0)-Erfolg beim SV Darmstadt 98 sind die Ostwestfalen in die Spitzengruppe vorgestoßen. Die Tore zum Sieg erzielten Ron Schallenberg (13. Minute), Chris Führich (22.) und Dennis Srbeny (25./61., Handelfmeter).

"Mir fällt es schwer dafür Worte zu finden. Wir wurden von der ersten Minute an abgekocht", sagte 98-Torwart Marcel Schuhen zu der deftigen Pleite. "Es ist ein Rückschritt. Wir haben richtig aufs Maul bekommen." Unverblümt fiel auch die Selbstkritik von Trainer Markus Anfang aus. "Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es das schlechteste Spiel war, das ich von meiner Mannschaft bisher gesehen habe", meinte er. "Wir hätten heute gegen jede Mannschaft verloren." Die Darmstädter mussten die Partie zudem noch vor der Pause zu zehnt bestreiten, weil Nicolai Rapp Gelb-Rot (40.) sah. Die Paderborner, die ihre letzte Liga-Niederlage am 28. September kassierten, holten aus den letzten fünf Pflichtspielen elf Punkte.

Darmstadt musste ohne Kapitän Fabian Holland antreten, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Da alle weiteren Tests negativ ausfielen, konnte aber das Spiel planmäßig stattfinden.

Mann des Tages in Regensburg war Osnabrücks Sebastian Kerk, der zweimal per Elfmeter (22./72.) und zwischenzeitlich in der 41. Minute traf. Amenyido Etienne erzielte den vierten VfL-Treffer. Andreas Albers und Aaron Opoku konnten mit ihren Toren die erste Heimpleite des Jahn nicht verhindern, zumal Max Besuschkow in der Schlussphase per Handelfmeter an VfL-Keeper Philipp Kühn scheiterte. St. Pauli unterlag dem Karlsruher SC daheim mit 0:3 (0:1).

Nach dem 1:4 in Heidenheim ist Neuling Würzburger Kickers mit nur einem Punkt als Letzter fast schon abgeschlagen. Neben Hannover und Aue (0:0) sowie Sandhausen und Braunschweig (2:2) trennten sich auch Nürnberg und Düsseldorf (1:1) remis.

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