Darmstadt nimmt Heimniederlage gelassen

(dpa/lhe) Die erste Heimniederlage der Saison hatte bei Florian Jungwirth Spuren hinterlassen. Mit blutverschmiertem Gesicht stand der defensive Mittelfeldspieler von Darmstadt 98 in den Stadion-Katakomben und lobte den Gegner in den höchsten Tönen. "Leipzig war klar besser als wir. Das ist schon Weltklasse, was die da gemacht haben." Und auch Trainer Norbert Meier nahm das 0:2 gelassen: "In Walldorf habe ich mich mehr geärgert."

Von DPA

Drei Tage nach dem blamablen Pokal-Aus beim 0:1 gegen den Viertligisten Astoria Walldorf hielten die "Lilien" den starken Aufsteiger aus Leipzig dank einer disziplinierten Abwehrleistung lange in Schach. Dass sich die Gastgeber dann geschlagen geben mussten, lag vor allem an der individuellen Klasse der Leipziger, die sich auch in den Marktwerten der Beteiligten widerspiegelt. Erst setzte sich Timo Werner (kam vor der Saison für 10 Millionen Euro aus Stuttgart) gegen "Lilien"-Linksverteidiger Leon Guwara (Leihgabe für 50 000 Euro aus Bremen) durch und der eingewechselte Marcel Sabitzer (geschätzter Marktwert 5 Millionen Euro) verwandelte zum 1:0. Dann setzte sich der ebenfalls eingewechselte Oliver Burke (für 15 Millionen Euro von Nottingham Forest gekauft) in ähnlicher Position erneut gegen Guwara und Aytac Sulu (geschätzter Marktwert 2 Millionen) durch und Sabitzer machte mit seinem zweiten Treffer alles klar. Am Ende stand auf der Gastgeber-Seite der Tafel eine Null – denn nach vorne waren die Hessen nahezu komplett harmlos. Erst in der 84. Minute gelang Änis Ben-Hatira ein erster nennenswerter Torschuss, der allerdings deutlich über den Leipziger Kasten ging. Das Offensivspiel war denn auch der einzige Punkt, den Meier explizit bemängelte. "Ich hätte mir ein bisschen mehr Ruhe gewünscht nach guten Balleroberungen im Mittelfeld. Bei Ballgewinnen waren wir zu hektisch", sagte er.

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