Dänemark wäre für WM-Turnier bereit

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(dpa). Der Eishockey-Weltverband IIHF hat nach eigener Aussage Alternativen für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft vom 21. Mai bis 6. Juni. Die WM soll eigentlich in Minsk und in Riga stattfinden. Allerdings nimmt die internationale Kritik an der Vergabe nach Belarus zu.

Auch die lettische Regierung lehnt eine Ausrichtung der WM zusammen mit der belarussischen Hauptstadt Minsk wegen der dortigen massiven Polizeigewalt gegen Andersdenkende ab. Das lettische Organisationskomitee arbeitet allerdings weiterhin eng und vertrauensvoll mit Minsk zusammen.

Auch wegen mangelnder Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie ist Weißrussland als WM-Standort umstritten. "Wir können dort nicht vom internationalen Standard sprechen, den man für eine WM erwartet", räumte IIHF-Präsident René Fasel am Mittwoch ein. "Aber wir haben inzwischen eine Zusage der Regierung, die IIHF-Richtlinien umzusetzen." Fasel betonte, es sei "noch viel zu tun", Ziel sei es aber, die WM wie geplant in Belarus und Lettland stattfinden zu lassen.

Alternativen gebe es aber inzwischen. "Wir haben ein Angebot aus Dänemark erhalten und befinden uns in Gesprächen mit der Slowakei", berichtete der 70 Jahre alte Schweizer. Dänemark hatte die WM 2018 ausgerichtet, die Slowakei folgte ein Jahr später. Das Exekutiv-Komitee der IIHF, dem auch der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl, angehört, will am 25. und 26. Januar erneut über die WM-Frage beraten.

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