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Crash-Spektakel

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Vor allem am Samstag läuft es für die meisten DTM-Piloten auf dem Norisring suboptimal. © Imago Sportfotodienst GmbH

(sid). Ein sündhaft teurer Schrottplatz und zwei Überraschungssieger: Der DTM-Traditionsstandort Norisring hat seine eigenen Gesetze. Nach dem Premierenerfolg für Porsche durch den Österreicher Thomas Preining siegte am Sonntag der Brasilianer Felipe Fraga (Ferrari) an seinem 27. Geburtstag im »fränkischen Monaco«. Gesprochen wurde aber vor allem über zerstörte Aufhängungen und jede Menge verbogenes Blech.

»So etwas habe ich selten erlebt«, kommentierte der dreimalige DTM-Champion Rene Rast (Minden/Audi) das Crash-Festival am Samstag: »Das wird richtig teuer. Ich bin nicht mal sicher, ob alle genug Ersatzteile zur Verfügung haben.« Der Gesamtschaden ging wohl in die Millionen, die Rennleitung trommelte die Fahrer vor dem Rennen am Sonntag zusammen und rief zur Disziplin auf.

Der Appell fruchtete. Im Gegensatz zum Vortag, als nach zahllosen Kollisionen und Safety-Car-Phasen nur elf der 27 gestarteten Piloten das Ziel erreichten, gingen die Protagonisten sprichwörtlich mit angezogener Handbremse in die Positionskämpfe.

Gewinner des Wochenendes war Rast, der beide Rennen als Dritter beendete und im Titelkampf auf einmal voll dabei ist. Rast steht bei Saisonhalbzeit bei 79 Punkten, vor ihm liegen nur noch der am Sonntag zweitplatzierte Italiener Mirko Bortolotti (Lamborghini/89) und der am Norisring punktlose Südafrikaner Sheldon van der Linde (BMW/80). Nächste DTM-Station ist der Nürburgring (27./28. August). Insgesamt stehen acht Rennwochenenden mit 16 Läufen an, das Serienfinale steigt am 8./9. Oktober auf dem Hockenheimring.

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